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G7-Gipfel in CornwallEine Milliarde Corona-Impfdosen als Spende

Joe Biden und Boris Johnson sitzen auf zwei Sesseln im Hintergrund das Logo des G7-Gipfels und die Flaggen der USA und Großbritanniens. (dpa)
Joe Biden und Boris Johnson haben eine gemeinsame Charta unterzeichnet. (dpa)

Der G7-Gipfel im englischen Cornwall soll eine Spende von mindestens einer Milliarde Impfstoffdosen gegen Covid-19 beschließen. Das teilte die britische Regierung kurz vor dem heute beginnenden Treffen mit. Großbritannien plant nach Angaben von Premier Johnson, 100 Millionen Dosen beizusteuern.

US-Präsident Biden hatte bereits eine Spende von 500 Millionen Impfdosen für Dutzende ärmere Länder angekündigt. Wie viel Deutschland beitragen könnte, ist noch offen. Bundeskanzlerin Merkel hatte im Mai angekündigt, bis Jahresende 30 Millionen Dosen an die Impfstoffinitiative Covax spenden zu wollen. Gleichzeitig verwies sie darauf, dass Deutschland das Programm auch mit mehr als einer Milliarde Euro finanziell unterstütze.

Müller fordert Milliarden für Impfstoff-Logistik

Bundesentwicklungsminister Müller sagte der "Augsburger Allgemeinen", die ärmeren Länder bräuchten im Kampf gegen die Corona-Pandemie nicht nur mehr Impfstoff, sondern auch Milliardenhilfen für die nötige Logistik. So fehlten in diesem Jahr 16 Milliarden US-Dollar etwa für Kühlketten, Tests und Medikamente zur Behandlung von Infektionsfolgen, erklärte der CSU-Politiker.

Bei dem dreitägigen G7-Gipfel kommen die Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Kanada, Frankreich, Italien und Japan erstmals seit zwei Jahren wieder persönlich zusammen. Nachdem der Auftakt Treffens im Zeichen der Corona-Pandemie steht, soll es am Abend bei einem Empfang mit Königin Elisabeth der Zweiten und Prinz Charles vornehmlich um den Klimawandel gehen. Weiteres zentrales Thema ist die Stärkung gemeinsamer demokratischer Werte.

Biden und Johnson betonen Verbundenheit der USA und Großbritannien

Gestern hatten sich US-Präsident Biden und der britische Premierminister Johnson zu Gesprächen getroffen. Dabei untermauerten sie die besondere Verbundenheit zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien. Sie einigten sich auf eine Erneuerung der "Atlantik-Charta", die beide Staaten während des Zweiten Weltkriegs beschlossen hatten. Darin sagen sie zu, "gemeinsam an der Verwirklichung der Vision für eine friedlichere und wohlhabendere Zukunft zu arbeiten". Man werde mit allen Partnern eng zusammenarbeiten, die demokratische Werte teilten, hieß es.

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Diese Nachricht wurde am 11.06.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.