Mittwoch, 18. Mai 2022

Außenministertreffen
G7 wollen von Russland verschobene Grenzen in der Ukraine "niemals" anerkennen

Die G7-Gruppe der führenden Industriestaaten will neue Grenzziehungen in der Ukraine infolge des russischen Angriffskrieges niemals akzeptieren. Das betonten die Außenminister nach ihren Beratungen im schleswig-holsteinischen Weißenhaus. In einer gemeinsamen Erklärung wird der Ukraine außerdem notfalls jahrelange Unterstützung zugesagt.

15.05.2022

"Familienfoto" des G7-Außenministertreffens in Schleswig-Holstein. Zu Gast waren die Außenminister der Ukraine und Moldaus.
Die G7-Staaten wollen die Ukraine notfalls noch jahrelang unterstützen. (picture alliance/dpa/dpa-Pool)
Russland forderten Deutschland und die anderen G7-Staaten auf, die Kampfhandlungen einzustellen. Man sei entschlossen, Russland wirtschaftlich und politisch weiter zu isolieren. Mit Blick auf die Rolle Belarus' hieß es, die Führung in Minsk müsse "aufhören, die russische Aggression zu ermöglichen, und ihre internationalen Verpflichtungen" einhalten.
Bundesaußenministerin Baerbock warf Russland die Führung eines - wie sie sagte - "Korn-Kriegs" vor. Dass Russland die Häfen in der Ukraine blockiere und deshalb kein Getreide exportiert werden könne, sei kein Kollateralschaden des Krieges. Die Grünen-Politikerin betonte, vielmehr bereite Russland damit den Nährboden, um den internationalen Zusammenhalt zu schwächen.

Weiterführende Informationen

In unserem Newsblog zum Krieg in der Ukraine finden Sie einen Überblick über die jüngsten Entwicklungen, den wir laufend aktualisieren.
Diese Nachricht wurde am 15.05.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.