Donnerstag, 30. Juni 2022

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Gaming Culture (2)
Vom Spiel zum Game: Immersive Welten

In atemberaubender Weise verschmelzen auf den innovativen Feldern des Digitalen heute Musik und Spiel. Realität und Virtualität sind dabei kaum mehr unterscheidbar. Für zeitgenössische Künstler eröffnet sich hier ein ganz neues Terrain, auf dem sich die Tätigkeit des Komponierens drastisch verändert.

Von Anna Schürmer | 26.06.2021

Ein Mann ist von hinten zu sehen, wie er auf einen Sessel sitzt, eine VR-Brille samt Antenne auf dem Kopf trägt und ein auffallend rotes Oberteil. Neben ihm auf dem Boden steht ein Akkordeon.
Szene aus Alexander Schuberts Real Live Computer Game "Genesis" (Gerhard Kuehne)
Ähnlich wie in ihrer kürzlichen Sendung zur "Ludomusikologie" richtet Autorin Anna Schürmer den Blick auf Vertreter einer Komponierenden-Generation, die sich - zwar noch "analog sozialisiert" - als die ersten "digital natives" verstehen.
Johannes Kreidler und Julia Mihály, Alexander Schubert und Marko Ciciliani folgen in ihrem musikalischen Tun längst der medialen Evolution des Spiels und treiben diese voran.
Ihr Spielfeld reicht von höchst kreativen Auseinandersetzungen mit der charakteristischen 8-Bit-Klangästhetik in den Chiptunes der frühen Videospiel-Ära, bis zu künstlerischen Experimenten mit den immersiven Möglichkeits-Räumen der virtuellen Realitäten.