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StartseiteVerbrauchertippGießkanne oder Bewässerungs-Computer23.08.2019

GartenpflegeGießkanne oder Bewässerungs-Computer

Automatische Bewässerungsanlagen für Pflanzen, Hecken und Rasenflächen kümmern sich um den Garten - selbst wenn man auf Reisen ist. Das Testurteil: Die meisten Systeme funktionieren, aber im Detail gibt es große Unterschiede - etwa bei der Montage.

Von Angelika Gördes-Giesen

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Blumen giessen, Garten, bewässern (imago / blickwinkel / R. Schoenenberg)
Bei der Bewässerung des Gartens setzen viele mittlerweile auf technische Hilfe (imago / blickwinkel / R. Schoenenberg)
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Es geht auch mit der Gießkanne - schneller geht es mit einem Rasensprenger. Aber Vorsicht: Sprenger funktionieren nur mit einem bestimmten Wasserdruck, erklärt Günter Martin vom TÜV Rheinland:

"Bevor Sie überhaupt anfangen, so etwas zu planen, sollten Sie ihren Wasserdruck messen, den Sie haben. Da empfehlen wir ein paar Euro für ein Manometer auszugeben. Und wenn der Druck weniger als drei Bar beträgt, dann wird es langsam kritisch. Idealerweise sollten es vier bar sein."

Der Wasserdruck im eigenen Gartenbrunnen hängt von der Pumpe ab. Und hier ist der Druck oft niedrig. Entsprechend muss man testen, ob die Bewässerungs-Anlagen gut funktionieren. Gartenbautechniker Thomas Seifert hat da so seine Erfahrungen:

Tröpfchen-Bewässerung bei großer Hitze

"Wenn ich an das Stadtwassernetz angeschlossen bin, dann kann der Rasensprenger mit eingebauter Zeitschaltuhr, wo ich die Wurfbreite und Wurfweite einstellen kann, gut sein. Aber wenn ich einen eigenen Brunnen haben, der sehr viel Kalk, Sand oder Eisen mitführt, dann können die Getriebe sehr schnell Schaden nehmen. Dann habe ich einen hochwertigen Rasensprenger und nach drei Jahren funktioniert der nicht mehr."

Zeit und Wasser sparend sind mehrere Geräte an einen Schlauch, vor allem wenn man in Beeten Schläuche mit kleinen Löchern verlegt und eine sogenannte  Tröpfchen-Bewässerung installiert. Sie spart Wasser und ist sehr effektiv bei großer Hitze:

"Da kommt es drauf an: Was habe ich für einen Wasseranschluss? In der Regel habe ich nur einen Halb-Zoll Wasserhahn und einen Halb-Zoll Schlauch. Da  kann ich maximal ein bis zwei Rasensprenger anschließen und diesen Bewässerungscomputer. Eigentlich sind es Zeitschaltuhren. Das lohnt sich erst ab 200 oder 300 Quadratmeter. Aber: Ab da lohnt es sich, so ein bisschen die Zeit zu steuern."

Computergesteuerte Bewässerungs-Anlagen sind bequem - vor allem im Urlaub. Das Testurteil vom TÜV Rheinland und der Stiftung Warentest im vergangenen Jahr: Die meisten Systeme funktionieren, aber im Detail gibt es große Unterschiede - ebenso bei der Montage, egal ob man oberirdische Schläuche nutzt oder alles unterirdisch mit festen Rohren verlegt.

Programmieren nicht ganz einfach

Günter Martin vom TÜV Rheinland rät: "Ich würde auch nicht unbedingt diese Komplett-Sets kaufen. Ich würde erstmal selbst eine Planung machen. Da gibt es im Internet jede Menge Hilfen. Ich kann auch beim Hersteller anfragen und der macht mir dann so eine Planung fertig. Das kostet dann so im Bereich 80, 90 Euro."

Ganz bequem wird es mit einem smarten Bewässerungs-System, das sich einfach per App mit dem Handy steuern lässt. Ein Komplett-Set kostet ab bei 160 Euro und geht dann bis 400 Euro.

Das Programmieren aber ist nicht ganz einfach: "Da ist ein Gateway, das man an der Hauswand in der Nähe zum Garten montieren. Dieses Gateway ist mit dem WLAN im Haus verbunden. Das ist wie so ein Router und der loggt sich in ihr Haus-Netz ein. Der zweite Teil ist ein Wasserventil, was am Hahn angeschlossen wird. Das Gateway macht das Wasserventil auf und zu abhängig von der Programmierung. Die Programmierung ist sehr benutzerfreundlich man kann es durch eine App durchführen. Man kann aber auch noch Sensoren im Garten unterbringen, die die Feuchtigkeit im Rasen messen."

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