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Gasstreit im MittelmeerTürkei zeigt sich offen für Gespräche

Türkische Kriegsschiffe eskortieren das türkische Schiff Oruc Reis. (picture alliance / AA / abaca / Turkish Ministry of National Defense)
Eskortiert von türkischen Kriegsschiffen fährt die "Oruc Reis" ins östliche Mittelmeer, wo es ein großes Erdgasfeld gibt. (picture alliance / AA / abaca / Turkish Ministry of National Defense)

Der türkische Präsident Erdogan hat im Konflikt um Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer seine Bereitschaft zu einer Verhandlungslösung bekundet.

Wie das türkische Präsidialamt mitteilte, äußerte sich Erdogan in einem Videotelefonat mit Bundeskanzlerin Merkel. Die Differenzen könnten ausgeräumt werden. Voraussetzung seien aber konstruktive und faire Gespräche. Weiter hieß es, Erdogan habe auch unterstrichen, weiterhin entschlossen bezüglich der Rechte der Türkei vorgehen zu wollen. Ein Sprecher der Bundesregierung äußerte sich nicht zu Inhalten des Gesprächs.

In der kommenden Woche berät die EU über mögliche Sanktionen gegen die Türkei. Seit der Entdeckung reicher Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer gibt es Streit um deren Ausbeutung. Sowohl die EU-Mitglieder Griechenland und Zypern als auch die Türkei erheben Anspruch auf die betreffenden Seegebiete und untermauern diesen auch durch die Entsendung von Kriegsschiffen.

Diese Nachricht wurde am 18.09.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.