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StartseiteVerbrauchertippGeld sparen beim Smartphone-Kauf01.02.2019

Gebraucht statt neuGeld sparen beim Smartphone-Kauf

Im Vergleich zu früher bleiben bei neuen Smartphones große Innovationen oft aus. Von daher reicht es oft, beim Smartphone-Kauf zum Vorgängermodell zu greifen. Noch günstiger wird es, wenn man ein gebrauchtes Geräte kauft. Doch sollte man dabei einiges beachten.

Von Stefan Römermann

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Ein Smartphone der Marke Huawei auf dem Mobile World Congress 2018 (dpa / picture alliance / Miquel Llop)
Es muss nicht immer Ebay sein: Auch in Geschäften kann man gebrauchte Smartphones kaufen und damit jede Menge Geld sparen. (dpa / picture alliance / Miquel Llop)
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Für Smartphone-Expertin Marleen Frontzeck-Hornke vom Online-Portal Handyhase.de ist der Fall klar: Es muss nicht immer das neuste Smartphone-Modell sein.

"Also die großen Innovationen bleiben mittlerweile bei den ganzen Smartphone-Herstellern aus. Da geht es wirklich Stück für Stück voran."

Deshalb ist der Unterschied von einer Smartphone-Generation zur nächsten im Alltag oft kaum zu spüren. Das zeige beispielsweise auch ein Vergleich des aktuellen Spitzenmodells Samsung Galaxy S9 mit dem Vorgängermodell.

"Dass da der Sprung vom S8 zum S9 nur minimal war in der technischen Ausführung. Und dass sich der Nutzer dann auch getrost und beruhigt das Samsung Galaxy S8 zulegen kann und dabei jede Menge Geld spart."

Gebrauchtgeräte am besten beim Händler kaufen

Besonders günstig sind solche gebrauchten Vorjahresgeräte, wenn man sie privat kauft – beispielsweise im Bekanntenkreis, über Kleinanzeigen oder über eine private Ebay-Auktion. Allerdings haben die Käufer dann in der Regel auch keine Garantie oder Gewährleistungsrechte, falls das Gerät nicht funktioniert. Das ist besonders ärgerlich, wenn Fehler erst nach ein paar Wochen auftreten oder versteckte Mängel erst dann auffallen.

Sicherer ist es deshalb, Gebrauchtgeräte bei einem Händler zu kaufen, am besten bei einem Anbieter, der sich auf Handys spezialisiert hat, rät Arne Düsterhöft von "Finanztipp".

"Die kontrollieren die Ware noch einmal. Und da haben Sie auch Garantie und Rückgaberecht, falls etwas nicht funktioniert. Ebay sollten Sie wirklich nur benutzen - von Privatkäufern – wenn Sie sich mit der Technik auskennen und wenn Sie am Ende mit einem Fehler auch leben können."

Beim Händler das Gewährleistungsrecht

Und das kann im schlimmsten Fall bedeuten, dass das Gerät nach kurzer Zeit überhaupt nicht mehr funktioniert. Kauft man beim Händler, sind Smartphones und Tablets zwar in der Regel etwas teurer. Allerdings greift dann auch das gesetzliche Gewährleistungsrecht.

"Wenn irgendetwas innerhalb eines Jahres defekt ist, wofür Sie nicht verantwortlich sind, dann können Sie es zurückschicken. Und der Händler muss es kostenlos reparieren."

Manche Anbieter geben zusätzlich noch eine freiwillige Garantie von bis zu drei Jahren auf Gebrauchtgeräte. Hier muss man als Verbraucher aber jeweils auf das Kleingedruckte achten, da die Hersteller die Bedingungen für diese Zusatzgarantie selbst festlegen.

Wieviel man durch den Kauf eines gebrauchten Smartphones sparen kann, hängt davon ab, für welches Gerät man sich entscheidet, sagt Marleen Frontzeck-Hornke von Handyhase.de.

"Insbesondere bei den Top-Geräten von Samsung und Huawei hat man den Vorteil, dass nach einem Jahr schon ein Preisverfall von 50 Prozent zu verzeichnen ist."

Aufpassen bei Rissen im Display

Wer auch mit größeren Kratzern und Farbabschürfungen leben kann, der kann meist besonders günstige Schnäppchen machen. Aufpassen heißt es jedoch bei bei Rissen im Display oder auf der Geräterückseite: Hier drohen unter Umständen weitere Folgeschäden. Deshalb sollte man das "neue" gebrauchte Smartphone nach der Lieferung unbedingt genau untersuchen und auch ausführlich testen. Wichtig ist vor allem, ob der Akku noch ausreichend lange hält, sagt "Finanztipp"-Experte Düsterhöft.

"Akkus sind schon Verschließgegenstände, die werden mit der Zeit schlechter. Es muss einwandfrei funktionieren. Das heißt, wenn irgendwelche Macken daran sind, dass irgendwelche Pixel nicht laufen oder sich die Buchse von der SIM-Karte sich nicht leicht öffnen lässt, dann schicken Sie es lieber zurück und reklamieren."

Bei Reparaturen Zeit einplanen

Häufig bietet der Händler an, solche Defekte zu reparieren oder das Gerät auszutauschen. Dafür sollte man aber im Zweifelsfall Zeit einplanen. Denn das Hin- und Zurückschicken und gegebenenfalls die Reparatur der Geräte kann je nach Händler zwei Wochen und länger dauern.

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