Freitag, 27. Januar 2023

Brasilien
Gedenken an die Opfer des Dammbruchs im Jahr 2019

Vier Jahre nach dem Dammbruch in Brasilien mit mehr als 260 Toten haben die Angehörigen an die Opfer erinnert und die juristische Aufarbeitung des Unglücks gefordert.

26.01.2023

    Angehörige der Opfer lassen Luftballons steigen. Im Vordergrund sind weiße Holzkreuze mit den Namen der Toten.
    Die Schlammlawine tötete damals hunderte Menschen. ( dpa / Rodney Costa)
    Nach einer Messe zogen Angehörige und Freunde durch die Straßen von Brumadinho im Bundesstaat Minas Gerais und verlangten einen umweltverträglichen Bergbau.
    Der Dammbruch vor vier Jahren hatte eine riesige Schlammlawine ausgelöst. Eine Tochtergesellschaft des TÜV Süd hatte den Damm erst ein halbes Jahr zuvor geprüft und für sicher befunden. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen 16 Beschuldigte auf Bundesebene erhoben. Ein zuvor laufendes Verfahren auf Landesebene hatte das Oberste Gericht Brasiliens vor kurzem für ungültig erklärt.
    Diese Nachricht wurde am 26.01.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.