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Gefährdeter BestandFeldlerche wird Vogel des Jahres 2019

Feldlerche (Alauda arvensis), sitzt in einem Weizenfeld und wacht am Nest (imago / blickwinkel)
Erst verschwinden die Insekten, anschließend die Feldlerchen (imago / blickwinkel)

Die Feldlerche wird Vogel des Jahres 2019.

Es ist nach 1998 bereits die zweite Auszeichnung für den "ehemaligen Allerweltsvogel". Ein Grund zur Freude ist das allerdings nicht: Der bayerische Landesbund für Vogelschutz und der Naturschutzbund Deutschland teilten mit, trotz aller Anstrengungen sei die erste Wahl zum Vogel des Jahres leider nicht genug gewesen, um die Art zu retten. - Mit zwischen 1,3 und zwei Millionen Paaren gehöre die Feldlerche zwar immer noch zu den häufigen Vögeln Deutschlands. Ein Drittel der Bestände sei aber in den vergangenen 25 Jahren verschwunden.

Die Verbände verstehen die Auszeichnung zugleich als Aufruf zu grundlegenden Änderungen der europäischen Agrarpolitik. Die schnell und dicht wachsenden großflächigen Intensivkulturen seien der Hauptgrund für den Rückgang der Feldlerche. Anderen Feldvögeln wie Kiebitz oder Rebhuhn gehe es zum Teil sogar noch schlechter. Die Verbände fordern, die EU-Gelder müssten künftig gezielt in eine naturverträgliche Landwirtschaft investiert werden.

Zuletzt hatte die Feldlerche auf sich aufmerksam gemacht, als ihretwegen ein Konzert des Popmusikers Ed Sheeran verlegt werden musste.

Hören Sie zum Thema auch einen Beitrag in der Sendung "Umwelt und Verbraucher" im Deutschlandfunk.