Archiv

Gehrhard SchererDie wahre Art des Akkordeonspielens

Ob Ziehharmonika oder Schifferklavier: Das Akkordeon ist vor allem ein Lieblingsinstrument der volkstümlichen Musik und wurde von der zeitgenössischen Avantgarde lange naserümpfend abgelehnt. Dass es dort aufgrund seiner spieltechnischen und klanglichen Möglichkeiten jetzt zunehmend mehr Beachtung findet, liegt nicht zuletzt an Gerhard Scherer.

Von Stefan Amzoll | 17.05.2014

Geboren 1961 in Berlin, gehört Scherer zu den exzellenten deutschen Akkordeonisten. Zahlreiche Solopiecen hat er eingespielt, in Ensembles als Solist mitgewirkt und eigene Kompositionen mit Akkordeon vorgelegt. Überdies dirigiert er und erteilt Unterricht auf seinem Instrument an der Musikschule Berlin-Kreuzberg im Bethanienhaus. Aus seiner Klasse sind sehr begabte junge Akkordeonisten hervorgegangen. Wie er, so musizieren auch seine Schüler durchweg gegen den volkstümlichen Gebrauch des Instruments. Sie suchen das ganze, also auch das avancierte Klangpotenzial des Instruments auszuschöpfen. Scherers jüngste Gründung ist das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin.