Samstag, 19.09.2020
 
StartseiteMusikszeneRaubbau für die Hochkultur?08.09.2020

Geigenbau und UmweltschutzRaubbau für die Hochkultur?

Holzknappheit setzt den traditionellen Instrumentenbau unter Druck. Tropenhölzer gelten für hochwertige Musikinstrumente als unersetzbar, dabei stehen viele davon unter Artenschutz. Während der illegale Handel floriert, stoßen Alternativen auf Skepsis.

Von Sophie Emilie Beha

Blick auf viel verschiedenes Spezialwerkzeug, das an einer Wand in einer Geigenbau-Werkstatt hängt.  (imago/epd )
Nachhaltigkeit ist auch im Geigenbau lebensnotwendig. Diese Geigenbauwerkstatt ist 150 Jahre alt, Wissen und Rohstoffe wurden von Generation zu Generation vererbt. (imago/epd )
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Am Anfang steht der Baum. Welches Holz er liefert, macht nicht selten einen Unterschied zwischen Qualität und Ramsch im Instrumentenbau. Tropenhölzer eigenen sich aufgrund ihrer Klangeigenschaften und Widerstandsfähigkeit besonders gut. Doch die kostbaren Hölzer sind bedroht durch Raubbau, illegalen Handel und den Klimawandel. In Brasilien versuchen Bogenbauer bereits, durch Wiederaufforstung das Aussterben von Fernambuk zu verhindern, auf Madagaskar kämpfen Geigenbauer sogar für den Erhalt eines Naturparks. Doch nicht alle Betriebe wollen das Problem wahrhaben, manchmal geht Tradition vor Naturschutz. Dabei gibt es durchaus Alternativen.

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