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StartseiteInterview"Natürlich finanziert man damit die nächste Entführung"24.08.2014

Geisel-Freikauf"Natürlich finanziert man damit die nächste Entführung"

Wir in Europa versuchen traditionell, Todesopfer bei Geiselnahmen zu vermeiden, sagte Christoph Möllers, Lehrstuhlinhaber für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität Berlin, im DLF. Das Problem in Deutschland sei, dass man über Konsequenzen von Lösegeldzahlungen nicht öffentlich diskutiere.

Christoph Möllers im Gespräch mit Wolfgang Koczian

Vermummte, mit Raketenwerfern und Maschinengewehren bewaffnete Männer stehen vor einer Mauer. (picture alliance / dpa / Mohammed Jalil)
Die IS finanziert sich auch über Lösungsgelder. (picture alliance / dpa / Mohammed Jalil)
Weiterführende Information

Waffen für den Irak - Streit um den Tabubruch in der deutschen Außenpolitik (Deutschlandfunk, Kontrovers, 25.08.2014)
IS Terrormiliz - Hinrichtungsbilder gehören nicht in die Medien (Deutschlandfunk, Interview, 21.08.2014)
Krise im Irak - Massenhinrichtungen durch terroristische Isis-Miliz (Deutschlandfunk, Aktuell, 27.06.2014)

Das Problem sei ein moralisches Dilemma. Aber mit dem Dilemma müsse man transparenter umgehen, sagte Möllers. Die Amerikaner würden damit offener umgehen und den Problemen eines Geisel-Freikaufs ins Gesicht blicken.

Möllers vermutet, dass sich an der derzeitigen Praxis in Deutschland nichts ändern werde - und dass man der deutschen Öffentlichkeit eine nicht verhinderte Hinrichtung eines deutschen Journalisten nicht vermitteln könne.

Das komplette Interview können Sie mindestens fünf Monate als Audio nachhören.

 

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