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GeldpolitikNotenbanken kritisieren EZB

Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann (dpa / SEDAT SUNA)
Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann (dpa / SEDAT SUNA)

Mehrere nationale Notenbanken haben die Beschlüsse der Europäischen Zentralbank zur weiteren Lockerung der Geldpolitik kritisiert.

Ein so weitreichendes Paket wäre nicht nötig gewesen, sagte der Präsident der Deutschen Bundesbank, Weidmann, der "Bild"-Zeitung. Die wirtschaftliche Lage sei nicht wirklich schlecht. Zudem würden durch die neuen Anleihekäufe die Grenzen zwischen Geld- und Fiskalpolitik absehbar in Frage gestellt, betonte Weidmann. Der niederländische Notenbankchef Knot meinte, es gebe bereits Anzeichen für überhöhte Kurse an den Finanzmärkten und eine zunehmende Risikobereitschaft am Immobilienmarkt. Auch Österreichs Notenbankchef Holzmann äußerte sich skeptisch.

Der EZB-Rat hatte gestern beschlossen, die Anleihekäufe wieder aufzunehmen und den Strafzins für Banken, die Geld bei der EZB horten, auf 0,5 Prozent anzuheben.