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StartseiteVerbrauchertippPreise vergleichen lohnt sich das ganze Jahr30.10.2018

Geldsparen beim Heizöl-KaufPreise vergleichen lohnt sich das ganze Jahr

Heizöl ist aktuell sehr teuer. Schuld daran ist der trockene Sommer. Weil die Flüsse einen extrem niedrigen Pegel haben, kann per Schiff weniger Öl transportiert werden, als üblich. Dennoch gibt es Tricks, wie Verbraucher beim Heizöl bares Geld sparen können. Ein Blick ins Internet hilft.

Von Annette Eversberg

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Der Tankwagen eines Heizöllieferanten. Aufschrift: Heizöl. (picture alliance / ZB - Patrick Pleul)
Der Vergleich mehrerer Heizöl-Portale lohnt sich (picture alliance / ZB - Patrick Pleul)
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Die Preise für Heizöl sind in Deutschland in den letzten Wochen und Monaten kräftig gestiegen. Obwohl die Heizsaison begonnen hat, ist das aber nicht der Hauptgrund für den Preisanstieg. Ines Rutschmann vom Verbraucherratgeber "Finanztip".

"Weil einfach die Flüsse nach dem trockenen Sommer einen tiefen Pegel haben, kann nicht so viel Öl auf einmal von einem Tanker transportiert werden. Das ist auch ein Grund, weshalb die Preise gestiegen sind. Sie können aber auch wieder in eine andere Richtung schlagen."

Blick vom Grenzübergang Stadtbrücke in Frankfurt (Oder) (Brandenburg) am 12.09.2016 auf eine große Sandbank die im Niedrigwasser der Oder zu sehen ist.  (dpa / picture alliance / Patrick Pleul)Der trockene Sommer 2018 hat Auswirkungen auf den Warentransport per Schiff (dpa / picture alliance / Patrick Pleul)

Preise über das ganze Jahr verfolgen

Grundsätzlich sollten Besitzer einer Ölheizung deshalb die Preise über das ganze Jahr verfolgen. Dass es im Sommer in jeden Fall günstiger ist als im Herbst oder Winter, diese Regel gelte schon lange nicht mehr, so Ines Rutschmann.

"Beispielsweise am niedrigsten waren die Heizölpreise zuletzt im Winter 2016. Und andersherum gibt es auch durchaus Sommermonate, in denen der Heizölpreis recht hoch ist."

Heizöl-Portale bieten einen guten Überblick

Erfragen kann man den Preis, indem man verschiedene Händler anruft.

Leichter ist es aber inzwischen, sich auf Heizölportalen im Internet zu informieren. Bei einigen Portalen bieten mehrere hundert Händler auf einmal ihre Preise und Lieferkonditionen an. Dabei ist der Blick auf zwei Portale immer besser. Denn manchmal bieten dieselben Heizölhändler auf mehreren Portalen gleichzeitig an. Und das zu unterschiedlichen Preisen.

"Wenn Sie einen guten Preis gefunden haben, dann sollten Sie auch schnell zuschlagen. Denn die Händler können ihre Angebote von Tag zu Tag verändern. Die orientieren sich dabei natürlich an den Wettbewerbern, und die Wettbewerber schaukeln sich dann praktisch gegenseitig in eine bestimmte Richtung hoch und runter."

Preisunterschiede gibt es auch zwischen Stadt und Land. Weil es in den Städten meist viele Händler gibt, ist der Wettbewerbsdruck dort hoch und drückt den Preis. Anders auf dem Land, wo es weniger Händler gibt und die Transportwege länger sind. Auch das sollte man beim Einkauf berücksichtigen.

Größere Heizölmengen sind günstiger

Aber der Heizölpreis hängt natürlich auch von der Menge ab, betont die Verbraucherschützerin.

"Je mehr Sie bestellen, desto günstiger ist der Preis pro Liter. Deswegen ist es günstiger, 3.000 Liter auf einmal zu bestellen, als irgendwie dreimal 1.000 Liter beispielsweise. Dann zahlen Sie bedeutend mehr."

Wer nicht so viel Geld auf einmal aufwenden, aber trotzdem den Vorteil einer größeren Heizöllieferung nutzen will, kann auch Ratenzahlung vereinbaren, rät Ines Rutschmann von "Finanztip". Um viel zu bestellen, aber weniger zu zahlen, kann sich zudem eine Sammelbestellung mit Nachbarn lohnen. Dabei sinken vor allem die Kosten für Anfahrt und Lieferzeit, betont der Verband für Energiehandel Südwest-Mitte, VEH.

Im Zweifelsfall ist allerdings der Auftraggeber dafür verantwortlich, dass die Lieferung auch tatsächlich im vollen Umfang erfolgen kann. Falls einzelne Nachbarn doch in letzter Sekunde abspringen oder nicht zu Hause sind, haftet nur der Besteller gegenüber dem Händler.

Eigenkontrolle bei Lieferung

Schließlich sollte man auch darauf achten, ob die Liefermenge stimmt. VEH-Geschäftsführer Hans-Jürgen Funke empfiehlt einerseits qualitätsgeprüfte Händler, die das RAL-Gütezeichen Energiehandel tragen, aber andererseits rät er dem Kunden auch zur Eigenkontrolle. 

"Wir empfehlen zunächst mal, dem Kunden, er sollte darauf achten, dass bei Beginn der Lieferung bei der Messung die Uhr auf Null steht."

Auf dem Fahrzeug muss außerdem der Stempel der Eichbehörde zu sehen sein, rät Funke. Und:

"Ein weiterer Punkt wäre noch, dass vor und während der Abgabe das Schauglas – das kann der Kunde einsehen - immer zumindest teilweise mit Heizöl gefüllt ist."

Damit wirklich Öl getankt wird und nicht Luft. Denn sonst kann selbst der günstigste Literpreis reichlich teuer werden.

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