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GenozidZentralrat der Jesiden fordert Hilfe für Wiederaufbau

Ein Mann steht betend vor zwei auf dem Boden liegenden Flaggen, auf denen Blumen drapiert sind. (dpa/AP Photo/Khalid Mohammed)
Mehr als 40 Massengräber wurden bislang in der Jesidenregion im Irak gefunden (Archivbild). (dpa/AP Photo/Khalid Mohammed)

Der Zentralrat der Jesiden in Deutschland hat an den Genozid im Nordirak erinnert.

Sechs Jahre nach dem Völkermord durch die Terrormiliz IS forderte der Zentralratsvorsitzende Ortac den Wiederaufbau der Region, die juristische Aufarbeitung des Genozids und eine Teilhabe der Jesiden am politischen Leben im Irak. Bei der zentralen Gedenkveranstaltung in Düsseldorf kritisierte Ortac, dass Deutschland zwar Gelder für den Wiederaufbau des Irak gebe, aber nicht für die Sindschar-Region, aus der im August 2014 mehr als 500.000 Jesiden vertrieben wurden.

Damals waren IS-Terroristen gezielt gegen die Jesiden im Nordirak vorgegangen. Schätzungen zufolge ermordeten sie bis zu 10.000 Menschen und verscharrten sie in Massengräbern. Tausende Frauen wurden vergewaltigt und versklavt. Viele sind bis heute verschollen. Im April hat in Frankfurt am Main das weltweit erste Strafverfahren gegen einen der mutmaßlichen Täter begonnen.