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George FloydUrteil im Prozess gegen Ex-Polizist Chauvin

Derek Chauvin (rechts) und sein Verteidiger Eric Nelson im Gerichtsprozess in Minneapolis am 19.04.2021.  (Court TV Pool)
Derek Chauvin (rechts), angeklagt wegen Mordes an George Floyd (Court TV Pool)

Im Prozess um den Tod des schwarzen Amerikaners George Floyd haben die Geschworenen den angeklagten Ex-Polizisten Chauvin in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen.

Das gab das Gericht in Minneapolis bekannt. Der weiße Ex-Polizist Derek Chauvin war wegen Mordes zweiten Grades, Mordes dritten Grades und Totschlags zweiten Grades angeklagt. Die Staatsanwaltschaft hatte in ihren Schlussplädoyers einen Schuldspruch in allen Anklagepunkten gefordert. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Das Strafmaß wird erst zu einem späteren Zeitpunkt verkündet. Auf den Hauptanklagepunkt Mord zweiten Grades steht eine Höchststrafe von 40 Jahren Gefängnis. Chauvins Verteidigung könnte noch Berufung gegen das Urteil einlegen. Chauvin hatte dem wegen Falschgeldvorwürfen festgenommenen Floyd am 25. Mai 2020 in Minneapolis neuneinhalb Minuten lang das Knie in den Nacken gedrückt, obwohl dieser wiederholt klagte, er bekomme keine Luft. Floyds auf einem Handyvideo festgehaltener Tod sorgte international für Empörung und löste nicht nur in den USA Proteste gegen Polizeigewalt aus. Mit Blick auf das Urteil sprach US-Präsident Biden davon, dass dies ein riesiger Schritt nach vorn gegen systemischen Rassismus sein könne.

Diese Nachricht wurde am 21.04.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.