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StartseiteAtelier neuer MusikRécitations, Conversations, Situations 16.07.2016

Georges Aperghis' kommunikative Welt Récitations, Conversations, Situations

Komponieren heißt Musik erdenken und notieren, kann aber noch sehr viel mehr bedeuten, wie das Schaffen des griechisch-französischen Komponisten Georges Aperghis belegt. Musik im Spannungsfeld von Wort und Bühne stehen im Zentrum nicht nur seiner Musiktheaterwerke.

Von Barbara Eckle

Der Komponist Georges Aperghis 1976 in Paris (imago / Philippe Gras)
Gründete 1976 "L'Atelier Théatre et Musique": der Komponist Georges Aperghis (imago / Philippe Gras)

Reinheit und Vollständigkeit sucht man in seiner Welt vergeblich. Sein Interesse gilt vielmehr einer integrativen künstlerischen Sprache, in der sich verschiedenste menschliche Ausdrucksformen begegnen. Das Experiment, nicht der institutionelle, konventionelle Ansatz, standen schon am Anfang der Laufbahn von Georges Aperghis, der 1945 in Athen als Sohn eines Künstlerehepaars geboren wurde und als jugendlicher Autodidakt nach Paris kam. Soziale Situationen poetisch zu erfassen war die Idee der 1976 dort von ihm gegründeten Theatergruppe "L’Atelier Théatre et Musique". Stimmlaut und Sprachklang als Medium menschlicher Kommunikation bilden seither Herz und Motor von Aperghis’ Musik, die sich entlang einer ausschweifenden, abstrakten, aber auch humorvollen Lautpoesie entwickelt hat, die heute genauso in und aus seinen Instrumentalwerken spricht.

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