Sonntag, 16. Januar 2022

Klage erfolgreichGericht in Chile stoppt Lithium-Förderung

In Chile ist ein großangelegtes Projekt zur Förderung von Lithium in der Atacama-Wüste vorläufig gestoppt worden.

15.01.2022

Menschen und Fahrzeuge spiegeln sich in Salzbecken des Lithiums-Abbaus in Atacama, nahe Calama City, in Chile.
Lithium-Abbau in Chile / Archivbild (picture alliance / Ariel Marinkovic)
Ein Berufungsgericht in der nördlichen Stadt Copiapó gab einer Klage des örtlichen Gouverneurs und einer Gruppe indigener Gemeinden statt. Sie wandten sich gegen eine staatliche Erlaubnis für zwei Unternehmen aus China und Chile, 20 Jahre lang Lithium abzubauen. Die Kläger hatten unter anderem kritisiert, dass die Ausschreibung noch kurz vor dem anstehenden Regierungswechsel abgeschlossen wurde - im März tritt in Chile der neugewählte, linksgerichtete Präsident Boric sein Amt an.
Lithium wird unter anderem zur Produktion von Batterien und Akkus verwendet und ist deshalb international sehr gefragt. Bei der Gewinnung wird viel Wasser verwendet, das dann zum Beispiel in der Landwirtschaft fehlt. Chile hat die größten Lithiumvorkommen weltweit.
Diese Nachricht wurde am 15.01.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.