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Gerichtshof für MenschenrechteUngarn wegen Inhaftierung von Flüchtlingen verurteilt

Ungarische Polizisten mit Hunden vor dem Zaun an der Grenze zu Serbien. Jenseits des Zaun stehen Flüchtlinge. (Dmitriy Vinogradov, dpa picture-alliance)
Ungarische Polizisten mit Hunden vor dem Zaun an der Grenze zu Serbien. (Dmitriy Vinogradov, dpa picture-alliance)

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Ungarn wegen der Inhaftierung und Abschiebung von zwei Männern aus Bangladesch verurteilt.

Die Regierung in Budapest muss den Flüchtlingen jeweils 10.000 Euro Entschädigung zahlen, urteilten die Richter in Straßburg. Die Männer waren im September 2015 über Griechenland und die Balkan-Route nach Ungarn gekommen. Dort beantragten sie Asyl und wurden drei Wochen lang in einem Transitzentrum festgehalten. Nach Ansicht der Richter war das eine faktische Inhaftierung. Sie kritisierten zudem die Abschiebung nach Serbien. Damit seien die Männer dem Risiko ausgesetzt worden, bis nach Griechenland zurückgeschickt zu werden. Dort hätten sie menschenverachtende Bedingungen erwarten können.