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Germanwings-AbsturzSchadenersatz-Klage zurückgewiesen

Die Gedenkstätte für die Opfer des Flugzeugabsturzes des Germanwings Fluges 4U 9525 im französischen Le Vernet (dpa-news / Peter Kneffel)
Die Gedenkstätte für die Opfer des Flugzeugabsturzes des Germanwings Fluges 4U 9525 im französischen Le Vernet (dpa-news / Peter Kneffel)

In einem Prozess um zusätzliches Schmerzensgeld wegen des Germanwings-Absturzes im Jahr 2015 haben die Hinterbliebenen eine Niederlage erlitten.

Das Oberlandesgericht Hamm wies eine Berufungsklage mehrerer Angehöriger zurück, die von der Germanwings-Mutter Lufthansa zusätzliche 30.000 Euro gefordert hatten - das Dreifache der bisher gezahlten Entschädigung. Mit ihrer Entscheidung bestätigten die Richter das Urteil der ersten Instanz. Wie schon das Landgericht Essen vertraten sie in der mündlichen Verhandlung die Auffassung, dass die medizinische Überwachung der Piloten eine hoheitliche Aufgabe des Staates sei. Insofern sei die Lufthansa nicht der richtige Adressat für die zudem nicht ausreichend konkret begründeten zusätzlichen Schadenersatzansprüche. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Bei dem Absturz der Maschine am 24. März 2015 in den französischen Alpen waren alle 150 Insassen ums Leben gekommen. Den Ermittlungen zufolge steuerte der unter Depressionen leidende Co-Pilot das Flugzeug absichtlich gegen einen Berg. Die Kläger warfen der Lufthansa Versäumnisse bei den flugmedizinischen Untersuchungen vor.

Diese Nachricht wurde am 14.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.