Mittwoch, 18. Mai 2022

Athleten Deutschland
Gesamtstrategie bei Menschenrechten im Sport gefordert

Die Interessenvereinigung Athleten Deutschland hat die Politik und Spitzenverbände zur Stärkung der Menschenrechte von Sportlerinnen und Sportlern aufgefordert.

13.05.2022

Ein paar Sportschuhe in orange liegt auf einem garuen Kunstrasen.
Der Verein „Athleten Deutschland“ fordert die Politik auf, die Menschenrechte im Sport zu stärken. (Unsplash / Fachry Zella Devandra)
Der organisierte Sport müsse handeln, der Staat aber auch, sagte Maximilian Klein von Athleten Deutschland in der Anhörung des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestages. Die Politik müsse unter anderem staatliche Fördergelder an die "Erfüllung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten" knüpfen.
In einer Mitteilung der Vereinigung in Bezug zu der Anhörung hieß es: Ziel müsse es sein, bestehenden Menschenrechtsrisiken proaktiv und präventiv zu begegnen, diese zu mindern, mit Beschwerden wirksam umzugehen, Rechtsverletzungen abzustellen und Mechanismen zur Abhilfe aufzubauen.
Dabei gebe es Handlungsbedarf für staatliche Stellen sowie den organisierten Sport nicht nur auf internationaler Ebene. Dazu gehörten nicht nur Menschenrechtsverletzungen von Athleten im Ausland, etwa Repressalien gegen belarussische Sportler. "Auch die Athleten in Deutschland sehen sich tagtäglich mit Strukturen und Regeln konfrontiert, die Risiken für ihre Menschenrechte bedeuten können", schrieb Athleten Deutschland in dem Positionspapier.
Neben Gewalt, Missbrauch und Diskriminierung gebe es Eingriffe in die Meinungsfreiheit oder Einschränkungen von wirtschaftlichen Freiheiten sowie Restriktionen bei der Selbstvermarktung beispielsweise durch die Charta des Internationalen Olympischen Komitees. Außerdem würden immer wieder auch Schwierigkeiten beim Aufbau und bei der Anerkennung unabhängiger Athletenvereinigungen beklagt.