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GeschlechtDebatte über Option "divers"

Blauer Himmel rahmt am 08.01.2018 in Berlin am frühen Abend den Reichstag ein. (dpa-Bildfunk / Paul Zinken)
Der Reichstag, Sitz des Deutschen Bundestages, in Berlin (dpa-Bildfunk / Paul Zinken)

Die Pläne der Regierung zur Einführung einer dritten Geschlechtsoption im Geburtenregister stoßen im Bundestag auf Kritik.

Bei der ersten Lesung gab es gestern Abend zwar grundsätzlich viel Zustimmung für das Vorhaben, neben "männlich" und "weiblich" auch die Option "divers" zuzulassen - doch dass dafür die Vorlage eines ärztlichen Attests vorgeschrieben werden soll, beklagten viele Abgeordnete von Grünen, Linken, FDP und SPD als Schikane. Aus den Reihen der AfD hieß es hingegen, das ganze Vorhaben richte sich gegen die Natur des Menschen.

Mit der Reform wird eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus dem vergangenen Jahr umgesetzt. Die bisherige Pflicht, einen Menschen dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zuzuordnen, wurde darin als Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht und das Diskriminierungsverbot gewertet.

Heute debattiert der Bundestag in erster Beratung über die Rentenpläne der Regierung. Sie will das Rentenniveau bis 2025 bei mindestens 48 Prozent festschreiben. Der Beitragssatz soll dabei 20 Prozent nicht überschreiten. Zudem ist eine Erweiterung der Mütterrente vorgesehen. Der Gesetzentwurf soll nach der Debatte zur weiteren Beratung an die Aussschüsse überwiesen werden. Themen im Parlament sind unter anderem auch die Wohnungspolitik und die Lebensmittel-Sicherheit.