Dienstag, 12.11.2019
 
Seit 23:00 Uhr Nachrichten
StartseiteKulturfragenNimmt die gefühlte Bedrohung zu? 31.12.2014

Gesellschaft der Angst Nimmt die gefühlte Bedrohung zu?

Serie: Krisenherde und Katastrophen

Ebola, IS-Terror, Ukraine-Krise - all das mag sich weit entfernt abspielen, die Ängste, die es in der Gesellschaft auslöst, sind umso deutlicher. Für den Soziologen Heinz Bude ist das Phänomen der Angst zum Dreh- und Angelpunkt des späten 20. und des kurzen 21. Jahrhunderts geworden.

Heinz Bude im Gespräch mit Karin Fischer

Der Soziologe Heinz Bude (dpa / picture alliance / Karlheinz Schindler)
Der Soziologe Heinz Bude (dpa / picture alliance / Karlheinz Schindler)
Weiterführende Information

Gesellschaft - Angst als beständiger Begleiter
(Deutschlandfunk, Andruck - Das Magazin für Politische Literatur, 27.10.2014)

Tagung - Wieso wir Angst vor dem Fremden haben
(Deutschlandfunk, Aus Kultur- und Sozialwissenschaften, 30.01.2014)

Wir leben in einer Gesellschaft, in der alles möglich, aber im Grunde auch nichts mehr sicher ist. Mit dem diffusen Gefühl persönlicher Überforderung des Einzelnen nimmt auch die gesamtgesellschaftliche Verunsicherung nimmt zu. Das lässt sich soziologisch untersuchen und hat auch historische Vorläufer, wie die Zeit der Weltwirtschaftskrise zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts. Für den Soziologen Heinz Bude, der vor Kurzem das Buch "Gesellschaft der Angst" veröffentlicht hat, ist das Phänomen der Angst zum Dreh- und Angelpunkt des späten 20. und des kurzen 21. Jahrhunderts geworden.

Im vergangenen Jahr haben die gefühlten Bedrohungen noch zugenommen. Ebola, der Terror der IS und seine Folgen, die Gefahr neuer Wirtschaftskrisen - so weit entfernt all das sich abspielen mag, so deutlich sind die Ängste, die es auslöst. Die Proteste von Pegida sind dafür nur ein, wenn auch deutliches, Zeichen. Karin Fischer hat Heinz Bude zur "Gesellschaft der Angst" befragt. Sein gleichnamiges Buch ist im Verlag Hamburger Edition HIS erschienen.

Hören Sie das gesamte Gespräch mit Heinz Bude noch mindestens fünf Monate in unserem Audio-on-Demand-Bereich.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk