Montag, 21.09.2020
 
Seit 17:00 Uhr Nachrichten

PodcastGesichter Europas

Deutschlandfunk: Gesichter Europas (Deutschlandradio)

"Gesichter Europas", das sind Menschen, die für historische, politische und gesellschaftliche Prozesse in ihrem Land stehen. Unsere Reporterinnen und Reporter erfahren ihre Geschichten und bekommen Einblicke in ihren Alltag. Was tut sich zwischen Amsterdam und Athen? Worüber wird in Polen diskutiert? Was beschäftigt Portugal? Und was machen andere Europäer besser? Eine Stunde Hörerlebnis, jeden Samstag, ab 11.05 Uhr.

19.09.2020Kahlschlagdebatte im französischen MorvanFabien Bussy steht mit verschränkten Armen in seiner Weihnachtsbaumplantage im Morvan (Deutschlandradio / bettina Kaps)

Vom Wert des Waldes

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Der Morvan ist ein dünn besiedeltes, hügeliges Waldgebiet in Burgund mit vielen Flüssen und Seen. Ein landschaftliches Idyll mit Rissen. Denn die alten Laubwälder des Morvan werden zunehmend abgeholzt und durch Monokulturen ersetzt. Förster und Waldbesitzer pflanzen vor allem Douglasien, für sie ein Wunderbaum, weil er schnell wächst und sein Holz gefragt ist. Die verarmte Region braucht einträgliche Wirtschaftszweige. Dennoch wächst der Widerstand gegen den Kahlschlag.

12.09.2020Tatort EuropaPolizisten stehen in Dijon maskierten Demonstranten gegenüber. (imago images / Hans Lucas)

Tschetschenen in der Diaspora

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Im Juni kamen sie aus verschiedenen europäischen Ländern nach Dijon. Hunderte Tschetschenen stiegen aus Zügen, Bussen und Autos, weil sie einen der Ihren rächen wollten. Auch aus anderen französischen Städten werden Vorfälle dieser Art berichtet. Aber auch Heldengeschichten spielen in Frankreich, südlich von Paris etwa, wo zwei junge Tschetschenen einen alten Mann aus dem Feuer seines Hauses retteten. Die "Gesichter Europas" über Tschetschenen zwischen Distanz und Integration.

05.09.2020Am Rande von EuropaLuftaufnahme der Fatih-Sultan-Mehmet-Brücke in Istanbul, Türkei. Die zweite Bosporus-Brücke wurde im Jahr 1988 fertiggestellt und ist knapp 1,5 km lang. (AA)

Was bedeutet uns der Bosporus?

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Die Meerenge zwischen Europa und Asien fasziniert uns schon seit der Antike. Argonauten, Abenteurer und Aufsteiger aus aller Welt versuchen seit Jahrtausenden am Bosporus ihr Glück, und bis heute zwängen sich die Weltgeschicke durch die Meerenge von Istanbul. Waffen für die Kriege am Mittelmeer schaukeln über die internationale Wasserstraße durch die Millionenmetropole, Tanker voller Erdöl für die Weltmärkte und dazwischen russische U-Boote und amerikanische Kriegsschiffe. Spione und Waffenhändler zieht der Bosporus von jeher an, Glücksritter und Helden – und die wenigsten lässt er wieder los. Endet unsere Zivilisation am Bosporus, oder hat sie dort begonnen?

11.07.2020BlechschadenIn der tschechischen Stadt Mlada Boleslav liegt das Sitz von Skoda. (imago / CTKxPhoto/RadekxPetrasek)

Das Autoland Tschechien sucht nach einer wirtschaftlichen Zukunft

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Es ist ein doppelter Schlag, der Tschechien trifft: Zuerst prophezeien Experten das Ende des Verbrennungsmotors, dann legt die Corona-Pandemie die gesamte tschechische Automobilindustrie lahm. Fahrzeuge gehen kaum noch vom Band, Bauteile kaum noch ins Ausland. Dabei hat das Zehn-Millionen-Einwohner-Land pro Kopf jüngst noch weitaus mehr Autos gebaut als der Nachbar Deutschland. Damit ist jene Industrie angegriffen, der Tschechien den Titel "Wirtschaftswunderland" zu verdanken hat – und die niedrigste Arbeitslosigkeit in der EU. Jetzt fürchten Autoproduzenten um ihre Existenz, der Branchennachwuchs ist verunsichert. Wissenschaftler und Start-up-Gründer sehen derweil eine Chance für ihr Land, zu zeigen, dass es mehr kann als Autos.

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