Gesichter Europas 

Der Traum vom AllLuxemburg will den Weltraum erobern

Symbolbild für das Galileo-Navigationssystem mit einem Satelliten vor der Erdkugel mit Europa (imageBROKER)

Luxemburg zieht es ins All. Aus strategischen und ökonomischen Gründen. Mit viel Geld und Expertenwissen von außerhalb hat der frühere luxemburgische Wirtschaftsminister Etienne Schneider den Boden dafür bereitet.

NATOEine Frage der Sicherheit

NATO Fahne und EU Fähnchen Flagge Fahne Fähnchen Europäische Union EU Sterne Ste (imago stock&people)

Europa kann sich nicht selbst verteidigen. Die Diagnose teilen die meisten Staatenlenker. Aber welche Lehren daraus gezogen werden müssen, darüber sind sie sich nicht einig. Und das schwächt den Kontinent.

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GesundheitssystemDer polnische Patient

Ein Stethoskop liegt auf einem Tisch.  (imago images / Westend61 / Andrew Brookes)

Während das private Gesundheitswesen in Polen boomt, siecht das Öffentliche vor sich hin. 2017 streikten in ganz Polen Assistenzärzte, etliche traten in den Hungerstreik. So machten sie auf ihre miserablen Arbeitsbedingungen und die schlechte Bezahlung aufmerksam.

Europas ImmobilienmärkteKaufen, bauen, ausgrenzen

(Jan Bolender)

Überall in Europa verbinden sich derzeit mit Wohnen auch hohe Kosten und teils Existenznöte. Der Zugang zu Immobilien wird vielerorts zum Politikum - ob es um Investoren in Lissabons Altstadt geht oder um finnische Ferienhäuser in russischer Hand.

Erinnern. Verändern.Dekolonisierung in Europa

Eine Welt-Karte von 1682 aus Amsterdam. (CPA Media/Pictures From History)

"Dekolonisierung" geht an den Kern der europäischen Identität. Entsprechend schwer tun sich die ehemaligen Kolonialstaaten in Europa damit, die eigene Rolle zu hinterfragen.

Komplizierte Geschichte Lettland und seine russischsprachige Minderheit

Eine lettische Fahne weht am Freiheitsdenkmal. (dpa /Alexander Welscher)

Etwa ein Viertel der lettischen Bevölkerung sind russische Muttersprachler. Das hängt überwiegend mit der sowjetischen Okkupation nach dem Zweiten Weltkrieg zusammen. Und führt in dem kleinen Land im Baltikum bis heute zum Streit.

Kohlerevier SchlesienDicke Luft und schwarzes Gold

Blick über die polnische Stadt Kattowitz, die am 30. November 2018 unter einer Smogdecke liegt. Im Vordergrund: die Marienkirche. (picture alliance / NurPhoto)

Polen ist der größte Kohleförderer in der EU. Unlängst erteilte das Land dem europäischen Green Deal eine Absage. Während in Brüssel die Politiker pokern, hat unter der Erde der Wandel längst begonnen. Nirgendwo wird das deutlicher als in Katowice.

Slawonien in Kroatien Nicht nur Hinterland

Wald im Herbst in Slawonien, Kroatien (picture alliance / Imagebroker)

Slawonien, das ist der Teil Kroatiens, der nicht an der touristisch erschlossenen Adria-Küste liegt, sondern im Nordosten, wo die Menschen noch immer die Folgen des Jugoslawien-Kriegs spüren.

Allein auf der Insel Großbritannien und die Einsamkeit

Eine Frau läuft morgens durch eine neblige Allee (imago stock&people / Florian Gaertner / photothek.netx)

Immer mehr Menschen in Europa fühlen sich allein. Eine „Epidemie im Verborgenen“, nennen Spezialisten das Phänomen. Auch in Großbritannien ist Einsamkeit zum Problem geworden.

Das stille FinnlandDie Tugend des Schweigens in Politik und Alltag

Helsinki (imago/Hoch Zwei Stock/Angerer)

In seinem Gedicht "Finnische Landschaft" schreibt Bertolt Brecht von einem Volk, das in zwei Sprachen schweigt. Die Finnen sind bekannt dafür, nicht zu viele Worte zu verlieren, wenn es nicht sein muss. Im Aufzug würde kaum jemand ein Schwätzchen vom Zaun brechen, einen Fremden auf der Straße zu grüßen, ist ebenso ungewöhnlich.

30 Jahre nach der Ceaușescu-DiktaturMühsame Aufarbeitung in Rumänien

Tausende Rumänen jubeln am 24. Dezember 1989 in den Straßen von Bukarest. In der Zeitung ist zu lesen, dass Diktator Ceausescu und seine Frau verhaftet wurden. (AFP / Christophe Simon Joel Robine)

Kein sozialistischer Staat kollabierte 1989 so schnell und so blutig wie Rumänien: Sechs Tage lagen zwischen den ersten Protesten in der Stadt Timișoara und der Flucht des Machthabers Nicolae Ceaușescu. Was genau damals geschah, ist zum Teil noch immer unklar.

WalesSelbstbewusst im Vereinigten Königreich

Die walisische Flagge weht vor dem Gebäude der Nationalversammlung in Cardiff.  (AFP / Damien Meyer)

"Wir sind die erste und letzte Kolonie der Engländer." Der Satz fasst zusammen, wie sich viele Waliserinnen und Waliser fühlen, wenn es um das Verhältnis ihre Landes gegenüber dem Vereinigten Königreich geht: als Spielball einer großen Nation - und auch ein bisschen trotzig.

Strafvollzug in Russland"In der Zone bist du ein Stück Vieh"

Angestellte eines Moskauer Gefängnisses betreten einen langen Flur mit Hochsicherheitstüren im Juni 2016 (dpa/Alexey Filippov/Sputnik)

In Russland kommen knapp 400 Häftlinge auf 100.000 Einwohner. Das sind fünf Mal so viele wie in Deutschland. Folter, Schikane, mangelnde medizinische Versorgung - die Haftbedingungen in den "Zone" genannten Gefängnissen sind Gegenstand ständiger Beschwerden.

EstlandDie Wende nach der Wende

Blick auf die Altstadt von Tallin in Estland (Imago/ McPbba)

Elektronische Verwaltung, eine innovative IT-Branche, eine besonders freie Presselandschaft – Estland galt lange als Musterknabe der osteuropäischen EU-Länder. Aber seit den Wahlen im Frühjahr regiert die rechtskonservative Partei Ekre mit. Die Negativschlagzeilen häufen sich.

FlamencoIdentität und Gefühl

 Die Beine von zwei Flamenco-Tänzern (Mann und Frau) sind bis zu den Knien zu sehen. Der Mann trägt eine schwarze Hose, die Frau ein rosafarbenes gestuftes Kleid bis zu den Knöcheln. (Unsplash / Dolo Iglesias)

Der Flamenco ist ein Tanz zwischen Tradition und Avantgarde, ein Musikstil, den man weniger versteht als fühlt. Andalusiens Armen-Viertel waren der Ursprung dieser speziellen Ausdrucksform, die von Freiheit, Stolz, Poesie und auch Liebe handeln kann.

Ungarn und Europa 30 Jahre Umbruch

Ungarische Grenzbeamte schneiden im Mai 1989 an der Grenze zu Österreich ein Loch in den "Eisernen Vorhang"  (picture alliance/ AP/ Bernhard J. Holzner)

Das "Paneuropäische Picknick" im August 1989 machte den symbolträchtigen Anfang. Tatsächlich hatte Ungarn schon zuvor Signale der Öffnung Richtung Westen geschickt. Die Erinnerung an Ungarns Rolle beim Fall des Eisernen Vorhangs und der Berliner Mauer ist Anlass für einen Blick auf das Land heute.

SüdtirolWind von rechts

Die Flaggen Europas und Südtirols mit dem Tiroler Wappen (imago )

Südtirol gehört zu Italien, hat jedoch dank Autonomiestatut Freiheiten wie keine andere Region des Bel Paese. Die Steuereinnahmen bleiben in der Region und dank einer florierenden Wirtschaft, vor allem im Tourismus, ist genug Geld für alle da.

Schottland und der BrexitRisse im Königreich

London: Britischer Union Jack an einem Fahnenmast. Foto vom 9. Januar 2014. (picture alliance / dpa / Daniel Kalker)

England, Wales, Nordirland, Schottland: Das Vereinigte Königreich ist die Summe seiner Einzelteile. Die Brexit-Entscheidung zerrt auch an den Konturen des Königreichs. In Schottland herrscht große Unsicherheit über die Zeit nach dem Brexit. Die Unabhängigkeit wird für viele attraktiver.

An die SpitzeDas digitale Paradies in Tschechien

Eingang zum Büro des Suchmaschinenportals Seznam. (Deutschlandradio / Kilian Kirchgessner)

Tschechien hat sich den Titel „Digital Challenger“ erarbeitet. Denn das Land holt die europäischen Spitzenreiter wie Estland und Dänemark mit gewaltigen Sprüngen in Sachen Digitalisierung ein.

Justiz in den NiederlandenLeere Gefängnisse, mächtige Staatsanwälte

Eine Frau geht durch das Boschpoort-Gefängnis, ein kuppelförmiges Gefängnis in Breda, das nach einem Rückgang der Inhaftierungen in niederländischen Gefängnissen in den letzten 20 Jahren in ein Büro und einen Unterhaltungsort umgewandelt wurde. (AFP / Emmanuel Dunand)

In den Niederlanden sind viele Gefängnisse überflüssig geworden. Sie stehen leer, weil es zu wenige Häftlinge gibt. Das liegt an dem Rückgang der Kriminalität, aber auch an neuen Wegen im Strafvollzug.

Portugal wähltMit der "Klapperkiste" in den Aufschwung

Portugals Ministerpräsident António Costa (links) mit Außenminister Augusto Santos Silva und Finanzminister Mario Centeno (rechts) im portugiesischen Parlament in Lissabon (Imago)

In Portugal stützt sich eine sozialistische Minderheitsregierung unter Premier António Costa auf drei kleinere, radikalere Linksparteien - eine ungewohnte Konstellation für Portugal und Europa. Anfangs als "Klapperkiste" verspottet, erwies sich das Bündnis als robust - und hat gute Chancen bei der Wahl am 6. Oktober zu überzeugen.

Nahverkehr in LissabonEs fährt kein Bus nach Nirgendwo

Menschen stehen an einer Bushaltestelle in Lissabon (Imago)

Plötzlich hat das regierende portugiesische Linksbündnis unter António Costa das Thema Verkehrswende entdeckt. Günstige Tickets sollen die Lissabonner nun in Busse und Bahnen locken. Doch solange die nicht aufeinander abgestimmt sind, werden die Menschen noch lange an Haltestellen stehen müssen.

Zwischen Geschichte und GegenwartDie Russlanddeutschen in Westsibirien

Ein Schüler wartet im sibirischen Omsk (Russland) auf ein Boot, das ihn über den Fluss bringt. (picutre alliance / dpa / Alexey Malgavko)

Sie feiern deutsche Feste, lernen die deutsche Sprache und bewahren die deutsche Kultur - die 50.000 Russlanddeutschen im Gebiet Omsk in Westsibirien. Aber die Geschichte hat hier ihre Spuren hinterlassen. Die Vertreibung der Russlanddeutschen unter Stalin ist bis heute Trauma und Thema.

ÖsterreichNach „Ibizagate“ und vor der Neuwahl

Wahlplakate zur Nationalratswahl am 29. September 2019 in Österreich (picture alliance/APA/Barbara Gindl)

Die Affäre um das sogenannte Ibiza-Video mit dem damaligen Vizekanzler Heinz-Christian Strache führte im Mai zum Ende der Koalition zwischen ÖVP und rechtspopulistischer FPÖ in Österreich. Ende September wird in Österreich neu gewählt - wo steht das Land?

BulgarienBedrohte Kresna-Schlucht

Der Fluss Struma in der Kresna-Schlucht in Bulgarien (Deutschlandradio/Tom Schimmeck)

Die Kresna-Schlucht im Südwesten Bulgariens gilt als ökologisches Juwel. Über Jahrtausende hat der Fluss Struma sie in das Pirin- und das Malashevska-Gebirge gegraben. Die Schlucht ist Heimat vieler seltener Tiere und Pflanzen. Doch Bulgariens Regierung will durch die Schlucht eine Autobahn führen.

Europa im RauschDen Drogen auf der Spur

ARCHIVFOTO 2016: Ein Zollmitarbeiter zeigt in der Generalzolldirektion in Köln bei einer Pressekonferenz Ecstasy-Pillen. (dpa.news / Henning Kaiser)

Kokain, Cannabis, Heroin: Noch nie gab es so viele Drogen auf dem europäischen Markt. Europäische Ermittlungsbehörden schlagen Alarm. Sorge bereitet den Fahndern bei Europol auch der illegale Markt für synthetische Drogen.

Lähmende AltlastenTschechen in der Schuldenfalle

Marktszene in Prag (Imago)

Die Lage ist ernst: 10,5 Millionen Einwohner hat Tschechien – und zugleich stehen 4,5 Millionen Zwangsvollstreckungen an. In manchen Regionen liegt der Anteil der Überschuldeten bei rund 20 Prozent der Bevölkerung.

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Archiv / Gesichter Europas 

Grand ParisEine Stadt wächst über sich hinaus

Erweiterung der Pariser Metro: Grand Paris Express (dpa / MAXPPP / Thomas Padilla)

Kräne, Bagger, Umleitungen, Staus: Rund um Paris nimmt das Großprojekt Grand Paris Express Fahrt auf. Die geplante Schnellbahntrasse umfasst 200 Streckenkilometer, 68 neue Bahnhöfe und ist eine der größten Baustellen in Europa.

Integration in der TürkeiLeben mit der Zuwanderung

Verkäufer nahe der Galata-Brücke in Istanbul (Getty Images/Dan Kitwood)

In Deutschland wird viel über die Integration von Türken diskutiert, aber wie steht es eigentlich in der Türkei mit der Integration? Das Land beherbergt derzeit rund vier Millionen Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und Afrika.

Russische DatschaEin paar Quadratmeter Glück

Eine Frau und ein Mann trinken Tee vor ihrer Datscha im russischen Rostow am Don (Imago/Valery Matytsin )

Im Sommer leeren sich in Russland die Städte, die Menschen ziehen auf die Datscha. Das russische Sommerhaus ist seit Jahrhunderten Freiheitssymbol und persönlicher Rückzugsort. Aber die große Politik spielt im Hintergrund immer mit.

Moseltal statt AtlantikküstePortugiesen in Luxemburg

Blick auf die Altstadt von Luxemburg. Im Vordergrund rechts Straßenschilder, die in verschiedene Richtungen weisen - aufgenommen im August 2017 (AFP/Ludovic Marin)

Viele Portugiesen kamen als Gastarbeiter und blieben. Sie schlugen Wurzeln, trotz anders lautender Absichten. Fast 100.000 Portugiesen leben heute im kleinen Luxemburg. Sie stellen ein Sechstel der Bevölkerung des Großherzogtums. Die meisten sind jünger als der Durchschnitt der multikulturell zusammengefügten, luxemburgischen Gesellschaft.

Mythos FremdenlegionSterben für ein fremdes Vaterland

(picture alliance / dpa / Horacio Villalobos)

Wer fünf Klimmzüge schafft, kommt zumindest an der Wache vorbei in die Kaserne. Dann muss er weitere Prüfungen bestehen: Männer aus fast 150 Ländern haben sich bei der Fremdenlegion verpflichtet. Viele versuchen mit ihrer Vergangenheit abzuschließen und neu anzufangen - doch das gelingt nicht immer.

Schwierige AufarbeitungDie Ermordung der rumänischen Juden

(Mirko Schwanitz)

Lange wurde die Judenvernichtung in Rumänien während des Zweiten Weltkrieges tabuisiert. Seit den 2000er Jahren tut sich etwas: In der Schule ist der Massenmord inzwischen Thema, Mahnmale erinnern an die Gräueltaten. Aber die Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels ist immer noch schwerfällig.

Andalusien Ausbeutung der Wasserreserven

Der Fluss Guadalquivir – der große Fluss Andalusiens fließt durch Sevilla, die Hauptstadt der Region. (dpa)

Der Guadalquivir ist der "große Fluss" Andalusiens. Er entspringt in den Bergen des Naturschutzgebietes Jaén und mündet im Naturschutzgebiet Doñana in den Atlantik. Der Durst der Landwirtschaft ist enorm, während mit dem Klimawandel die Dürre zunimmt.

Der Balkan und die KriegsverbrechenVerklärte Helden, verurteilte Mörder

Forensische Experten vom Internationalen Kriegsverbrechertribunal in den Haag untersuchen einen Massengrab in Pilica nordöstlich von Sarajevo  (AFP/Odd Andersen)

Die Arbeit des Haager UN-Gerichtshof für das ehemalige Jugoslawien geht zu Ende, die Aufarbeitung der Kriegsverbrechen wird aber fortgesetzt. Neben der Justiz sind es vor allem zivilgesellschaftliche Initiativen, die dafür sorgen, dass die Wahrheit nicht in Vergessenheit gerät.

Spätes GedenkenSowjetische Kriegsgefangene in Russland und Deutschland

Foto aus dem Jahr 1941 zeigt russische Kriegsgefangene auf dem Weg zur Exekution im russischen Kriwoj Rog (vermutlich aufgenommen am 15.10.1941). Das Foto wird in der neuen Wehrmachtsausstellung über die Verbrechen der Wehrmacht zwischen 1941 und 1944 zu sehen sein. (dpa / picture alliance / Institut für Sozialforschung Hamburg)

Am 22. Juni 1941 überfiel die deutsche Wehrmacht die Sowjetunion. Im Laufe des Zweiten Weltkriegs gerieten über fünf Millionen sowjetische Soldaten in deutsche Kriegsgefangenschaft. Mehr als die Hälfte von ihnen starb und die Überlebenden erwartete in der Sowjetunion neues Leid.

Vergangenheitsbewältigung„Deutschenkinder“ in Norwegen

Norwegische Frauen, die während des Zweiten Weltkriegs Kinder von deutschen Besatzern bekommen haben, aufgenommen 1946 bei ihre Ausreise nach Deutschland. Sie wurden als "Deutschenflittchen" ("Tyskertøs") und Verräterinnen beschimpft, ihr Nachwuchs als "Deutschenkinder" ("Tyskerbarn") bezeichnet. Viele der Kinder wurden im Rahmen des arischen Lebensborn-Programms der Nazis gezeugt. (NTB scanpix)

Die Mütter hießen „Deutschenmädchen“ oder „Deutschenhuren“, weil sie sich während der Besatzung Norwegens mit Wehrmachtssoldaten eingelassen hatten. Die Frauen wurden nach dem Ende des 2. Weltkriegs öffentlich kahlgeschoren, interniert und ausgebürgert.

NorwegenWiderstand gegen den Nazi-Terror

Norwegische Widerstandskämpfer während der Ausbildung. (picture-alliance / dpa)

Die Zahl der aktiven Widerstandskämpfer während der deutschen Besatzung in Norwegen war gering. Die Unterstützung in der Bevölkerung aber war groß. Wer konnte, gewährte Unterschlupf oder boykottierte die Nazis. Allerdings kratzen Historiker am Mythos der norwegischen Widerstands-Erzählung.

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Europa, Straßburg, ParisPhänomen Entfremdung

Europäisches Parlament in Straßburg (Deutschlandradio / Frank Barknecht)

Der Glaspalast des Europaparlaments steht in Straßburg. Die Stadt profitiert vom zweiten Standbein des Europaparlaments, so wie das erste Standbein, Brüssel. Aber die Stadt im Elsass steht für den Osten Frankreichs. Und damit für die Sorgen einer Region, wie es sie viele gibt in Europa.

Europa, das ist hier!Wie der EU-Beitritt ein rumänisches Dorf verändert hat

Die rumänische Flagge und die Europafahne (dpa/ Jens Kalaene )

Seit 2007 gehört auch Rumänien zur Europäischen Union. Nur wenig ist dort so geblieben, wie es war: Westliche Agrarunternehmen kauften Land auf, Discounterketten eröffneten Filialen, ein großer Teil der Bevölkerung ging ins Ausland. Vor allem in den Dörfern hat sich das Leben vieler Bewohner verändert.

Griechenland und die EUEine komplizierte Beziehung

Die griechische und europäische Fahne (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)

Es war der vielleicht schwierigste Moment in den Beziehungen zwischen Griechenland und der Europäischen Union: Kurzfristig stand der Verbleib in der Eurozone auf dem Spiel, denn das griechische Referendum im Sommer 2015 über die Brüsseler Sparauflagen sorgte in der EU für große Unruhe.

Kein RechtspopulismusWarum Portugal den Rechten trotzt

Lissabon , die Hauptstadt Portugals (picture alliance / Klaus Rose)

Portugal ist eines der ganz wenigen Länder in Europa, in dem rechtspopulistische Parteien kaum Erfolg haben. Und das verwundert auf den ersten Blick: Denn Portugal traf die Finanzkrise in Europa mit am stärksten. Die Folgen waren hohe Arbeitslosigkeit, Auswanderung und harte Sparmaßnahmen.

PortugalUngültig wählen als Protestakt 

Ein Stimmzettel wird in eine Wahlurne in Portugal gesteckt, im Hintergrund ist die portugiesische Flagge zu sehen (Imago/Panthermedia)

Nur gut die Hälfte der stimmberechtigten Portugiesen geht überhaupt wählen. Eine kleine, aber beständige Zahl gibt aber regelmäßig einen ungültigen Stimmzettel ab - aus Protest gegen die etablierten Parteien. Bei aller Unzufriedenheit: Rechtspopulistische Parolen verfangen bei diesen Wählern nicht.

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Ethnische Minderheiten im KosovoSchule für Roma und Aschkali

Ein kosovo-albanischer Freiwilliger unterrichtet in einer Jesuitenschule in Prizren im Süden des Kosovo Aschali und Roma-Studenten (picture alliance / Le Pictori / MAXPPP/ dpa / Jan Schmidt-Whitley)

Kinder von ethnische Minderheiten haben es im Kosovo schwer. Statt zur Schule zu gehen, arbeiten viele oder gehen betteln. Ein Projekt in Prizren im Süden des Landes will das ändern und bietet jungen Roma und Aschkali eine Chance auf Bildung.

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Bildung im KosovoVersagen eines jungen Staates

Eine Moschee in Pristina im Kosovo (Imago/Walter Bibikow; Danita Delimont)

Erst 2008 wurde Kosovo unabhängig, doch auch in anderer Hinsicht ist dieser Staat jung: Das Durchschnittsalter der Kosovaren liegt bei 27 Jahren. Jeder 17. Bewohner der Balkanrepublik ist Student. Am Ende landen die meisten Hochschulabsolventen allerdings hinterm Steuer eines Taxis oder an der Supermarktkasse.

Unter DänenÜber die Grenzen der Integration

Dänemarks Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen (Venstre) mit anderen Politikern und frisch eingebürgerten Dänen am 22. April 2019 (Bax Lindhardt / Ritzau Scanpix / picture alliance)

Seitdem sich die Sozialdemokraten für eine besonders strikte Zuwanderungs- und Asylpolitik stark machen, kommen sie bei den Wählern besser an. Umfragen zufolge steht Dänemark vor einem Machtwechsel. Damit wären die Tage von Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen gezählt.

Kontroverse im KlassenzimmerDänische Schüler diskutieren über Zuwanderungspolitik

Lehrerin Katrine Vinther Nielsen an der Tafel im Klassenzimmer (Deutschlandradio / Jana Sinram)

Die Debatte über Grenzen der Integration hat längst die dänischen Klassenzimmer erreicht. Auch wenn die Schülerinnen und Schüler noch nicht wählen dürfen, machen sie sich kurz vor der Parlamentswahl Gedanken über die politische Entwicklung ihres Landes.

Rabbi Michel Serfaty"Entdeckt mich! Ich bin Jude"

Rabbi Michel Serfaty mit Schulkindern vor seinem Bus (picture-alliance/ Godong)

"In Frankreich sterben wieder Menschen, weil sie Juden sind". Mit diesem Satz umriss Präsident Emmanuel Macron Anfang 2019 den Ernst der Lage: Der Antisemitismus erstarkt. Rabbi Michel Serfaty stellt sich Hass und Vorurteilen entgegen und sucht den Dialog insbesondere mit jungen Muslimen in den Vorstädten.

Pferderennsport in FrankreichTradition vor Hindernissen

Ein Trabrennen auf der Pferderennbahn Clairfontaine im französischen Seebad Deauville am 14.08.2007. (dpa/ Stephane Geufroi)

Frankreich gilt in Europa als das Zentrum des Pferderennsports. Dort gibt es mehr als 200 Trab- und Galopprennbahnen, auf denen im Jahr jeweils zahlreiche Wettbewerbe veranstaltet werden. Darunter sind auch die international bedeutendsten Rennen. Und diese Tradition ist nicht den Reichen vorbehalten.

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