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GesundheitGrippewellen beeinflussen Lebenserwartung

Eine junge Frau putzt sich die Nase. (dpa picture alliance / Klaus Rose)
Grippe kann zu kurzfristigen Einbrüchen bei der durchschnittlichen Lebenserwartung führen (dpa picture alliance / Klaus Rose)

Grippewellen können nach Einschätzung von Wissenschaftlern für eine niedrigere Lebenserwartung verantwortlich sein.

Zwar steigt die Lebenserwartung seit Jahrzehnten, doch manchmal gibt es kurze Einbrüche. In Deutschland war das etwa 2013, 2015 und 2017 der Fall.

Forscher des Berliner Robert Koch-Instituts sind der Meinung, dass dies kein Zufall ist. Sie haben Gesundheitsstatistiken überprüft und festgestellt, dass es in den genannten Jahren hierzulande auffallend starke Grippewellen gab. Dabei starben jeweils um die 20.000 Menschen mehr als sonst - vor allem ältere Leute.

Die Wissenschaftler erklären, dass die Lebenserwartung langfristig von vielen Faktoren abhängt - von der medizinischen Versorgung und ganz stark auch von ökonomischen Faktoren. Menschen aus niedrigeren Einkommensgruppen sterben im Schnitt deutlich früher als Besserverdiener. Grippewellen können aber offenbar kurzfristig für Dämpfer sorgen.