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StartseiteMusik-PanoramaKammermusikfest fürs Radio03.08.2020

Ghost Festival der Spannungen:KünstlerKammermusikfest fürs Radio

Auch das diesjährige Festival "Spannungen" musste wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Die von Musikern wie Publikum so geschätzte Veranstaltung ersatzlos zu streichen, kam für Pianist Lars Vogt allerdings nicht in Frage.

Am Mikrofon: Sylvia Systermans

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Auf einem schwarzen Flügel spiegeln sich farbige Lichtflecken von bunten Kirchenfenstern (Gregor Bühl)
Kein Publikum, aber viel Musik brachte das Ghost Festival der Spannungen:Künstler in die Jesus-Christus-Kirche Dahlem. (Gregor Bühl)
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Statt am Rursee in der Eifel hat Lars Vogt die Stammkünstlerinnen und -künstler des Festivals "Spannungen" in der Jesus-Christus-Kirche in Berlin zusammengetrommelt - für Konzerte ohne Publikum, aber wie immer hochkarätig besetzt und aufgezeichnet vom Deutschlandfunk, der in diesem Jahr auch als Veranstalter agiert.

Mann klatscht sich lachend in die Hände, im Hintergrund sind Notenständer zu sehen (Gregor Bühl)Festivalleiter Lars Vogt freut sich sichtlich über das Zusammentreffen "seiner" Spannungen-Künstler trotz Corona-Zeiten (Gregor Bühl)

Natürlich kann ein "Ghost Festival" kein Ersatz für real erlebte Konzerte sein, sagt Lars Vogt. Musiker brauchen die Bühne wie die Luft zum Atmen und den direkten Kontakt zum Publikum. Und so verbindet sich mit der Ausnahmesituation in Berlin die Hoffnung, dass "Spannungen" 2021 wieder stattfinden kann. Live und mit Publikum in Heimbach.

Mikrofon auf einer Konzertbühne, Text: Unsere Mikros, Ihre Konzerte

Doch bis dahin möchten die Musikerinnen und Musiker nicht warten und zumindest die heimischen Wohnzimmer durch die Radiolautsprecher mit Klängen erfüllen: beim Eröffnungskonzert ihres Ghost Festivals mit vertrauter Kammermusik von Beethoven und Brahms, aber auch mit heiterer Ironie, wenn Sharon Kam die Fantasie für Klarinettte solo von Jörg Widmann interpretiert.

Mann und Frau mit Mundschutz tragen T-Shirts mit dem Aufdruck "Heimbach Ghost" (Gregor Bühl)Pianist Alexander Schimpf und Klarinettistin Sharon Kam kamen trotz eingeschränkter Bedingungen für das Ghost Festival der Spannungen-Künstler angereist (Gregor Bühl)

Ludwig van Beethoven
Sonate für Violine und Klavier Nr. 4 a-Moll, op. 23

Johannes Brahms
Trio für Klavier, Violine und Violoncello Nr. 2 C-Dur, op. 87

Jörg Widmann
Fantasie für Klarinette solo

Ludwig van Beethoven
Quintett für 2 Violinen, 2 Violen und Violoncello C-Dur, op. 29

Sharon Kam, Klarinette
Florian Donderer, Violine
Vilde Frang, Violine
Elisabeth Kufferath, Violine und Viola
Byol Kang, Violine
Barbara Buntrock, Viola
Julian Steckel, Violoncello
Tanja Tetzlaff, Violoncello
Alexander Schimpf, Klavier
Lars Vogt, Klavier

Aufnahme vom 21.6.2020 aus der Jesus-Christus-Kirche Dahlem, Berlin

Sie können vor Ausstrahlung dieser Sendung bereits ab dem 10. Juli an dieser Stelle den Konzertmitschnitt hören.

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