Die Nachrichten

Die Nachrichten

Die Nachrichten

Gleichberechtigte TeilhabeKaum noch Zuwachs bei Frauenateil in Vorständen und Aufsichtsräten

Mehrere männliche und ein weibliches Vorstandsmitglied stehen am 15.05.2014 in Köln auf einer Hauptversammlung zusammen auf dem Podium.  (dpa / picture-alliance)
Männliche und weibliche Vorstandsmitglieder (dpa / picture-alliance)

Der Frauenanteil in den Führungsgremien großer deutscher Unternehmen ist seit dem vergangenen Jahr nur leicht gestiegen.

Laut einer aktuellen Auswertung der Organisation "Mehr Frauen in die Aufsichtsräte" lag der Zuwachs in den Aufsichtsräten und Vorständen der 188 größten börsennotierten deutschen Unternehmen im Vergleich zu 2019 bei maximal 1,5 Prozent. Demnach war Ende April fast jeder dritte Aufsichtsratsposten in den börsennotierten Unternehmen mit einer Frau besetzt und die gesetzliche 30-Prozent-Vorgabe überschritten. Diese Fortschritte würden aber ausschließlich von den Unternehmen mit einer Quotenplficht getragen - in Firmen ohne Quote liege der Anteil der weiblich besetzten Posten im Aufsichtsrat deutlich unter 30 Prozent.

In den Vorstandsetagen dominierten zudem weiterhin Männer mit fast 90 Prozent.
Außerdem planten 75 der großen börsennotierten Konzerne, die verpflichtet sind, einen individuellen Frauenanteil im Vorstand festzulegen, mit Zielgröße Null.

Bundesfrauenministerin Giffey, SPD, bekräftigte angesichts der Ergebnisse ihr Vorhaben, eine gesetzliche Frauenquote auch für Vorstände einzuführen. Ihr Gesetzentwurf beinhaltet auch Sanktionen für Unternehmen, die weiterhin keine Frauen im Vorstand vorsehen und dies nicht plausibel begründen können.