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StartseiteAtelier neuer MusikDie Komponisten Gerd Domhardt und Hans-Jürgen Wenzel14.03.2015

Gleiches und DifferenzenDie Komponisten Gerd Domhardt und Hans-Jürgen Wenzel

Sie galten als Avantgardisten der Neue-Musik-Szene in der ehemaligen DDR: Gerd Domhardt (1945 - 1997) und Hans-Jürgen Wenzel (1939 - 2009). In ihren Lebensläufen gibt es zahlreiche Ähnlichkeiten, musikalisch gingen sie jedoch verschiedene Wege.

Vorgestellt von Stefan Amzoll

Blick auf den Marktplatz von Halle/Saale (Foto: Deutschlandradio / Hansen)
Schaffenszentrum von Domhardt und Wenzel: Halle an der Saale (Foto: Deutschlandradio / Hansen)

Domhardt und Wenzel waren im DDR-Musikbetrieb bis 1990 fest verankert und danach freie Künstler. Beide studierten bei Ruth Zechlin Komposition, betätigten sich in der seinerzeit berühmten Komponistenklasse Halle, komponierten für die Hallesche Philharmonie, die sie gelegentlich auch dirigierten, und erhielten zahlreiche Auszeichnungen. Sie komponierten je eine Oper, Domhardt die "Weiberkomödie" nach Heiner Müller, Wenzel "Die Geschichte vom alten Adam" nach Erwin Strittmatter.

Warum sollten die Dichter der Vorlagen in Erinnerung bleiben und die Komponisten derselben nicht? Beide, zugehörig der DDR-Avantgarde, unterscheidet selbstredend die Art zu komponieren. "Trauer und Feuer" heißt eines der leidenschaftlichen Stücke für Kammerorchester von Wenzel, in Domhardts OEuvre finden sich mehrere "ORPHEUS"-Kompositionen und ein Chorstück mit dem Titel "Invocation" nach Pablo Neruda, das er auf den Tod von Paul Dessau geschrieben hat.

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