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GriechenlandFlüchtlingszahl steigt trotz Abriegelung der Balkanroute

Kinder in Idomeni (dpa / picture-alliance / Valdrin Xhemaj)
Kinder in Idomeni (dpa / picture-alliance / Valdrin Xhemaj)

Trotz der Abriegelung der sogenannten Balkanroute treffen weiterhin Geflüchtete auf dem griechischen Festland ein.

Eine Fähre brachte heute früh rund 800 Menschen von den Inseln in die Hafenstadt Piräus. Auf Chios warten derzeit noch mehr als 3.000 registrierte Migranten auf ihre Weiterreise. Insgesamt sitzen nach Korrespondentenberichten mehrere zehntausend Menschen in Griechenland fest, da die Balkan-Länder derzeit niemanden ohne Reisepass und Visum passieren lassen. - Die Situation im Aufnahmelager Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze verschärfte sich nach tagelangen Regenfällen. Dort harren mindestens 13.000 Menschen aus. Die Regierung in Athen baut nach Angaben eines Ministers darauf, dass sie freiwillig das Lager verlassen. Bisher ist dies aber nur vereinzelt der Fall.

In Brüssel beraten die Innenminister der EU-Staaten unter anderem über den Plan der EU-Kommission, den Schengen-Raum ohne Grenzkontrollen bis Jahresende wiederherzustellen. Bundesinnenminister de Maizière sagte, die Flüchtlingsbewegung entlang der Balkanroute habe ihr Ende erreicht. Die Zahl der in Deutschland ankommenden Menschen sei deutlich zurückgegangen.