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StartseiteKulturfragenEuropäische Einheit ist in Gefahr12.07.2015

Griechenland-KriseEuropäische Einheit ist in Gefahr

In der Griechenland-Krise geraten laut Oskar Negt zentrale Begriffe des europäischen Gedankens aus dem Blickfeld: Soziale Sicherheit, Solidarität und Souveränität. Für den Philosophen geht es in diesen Tagen nicht nur um einen möglichen Grexit. Negt sieht die europäische Einheit in Gefahr.

Der Sozialphilosoph Oskar Negt im Gespräch mit Michael Köhler

Oskar Negt steht am Dienstag (21.07.2009) in einem weißen Polohemd in Hannover in der Bibliothek seiner Wohnung. Als junger Soziologe und Philosoph avancierte Negt zu einem Wortführer der 68er-Studentenbewegung, 30 Jahre später wurde der Professor und Gründer einer Reformschule in Hannover kulturpolitischer Berater vom damaligen Kanzler Gerhard Schröder (SPD). (picture alliance / dpa / Holger Hollemann)
Sozialphilosoph Oskar Negt in Hannover in der Bibliothek seiner Wohnung. (picture alliance / dpa / Holger Hollemann)
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Auf das griechische Referendum vom vergangenen Sonntag folgte eine Liste mit neuen Reformvorschlägen zur Bewältigung der Schuldenkrise. Mit französischer Hilfe ist hastig eine Reformliste erstellt worden, die von den Staats- und Regierungschefs und den Parlamenten gebilligt werden muss. Die Eurogruppe stuft die Verhandlungen darüber als schwierig ein. Die vorgelegte Reformliste müsse noch nachgebessert werden.

Dabei geraten zentrale Begriffe des europäischen Gedankens aus dem Blickfeld, nämlich soziale Sicherheit, Solidarität und Souveränität. Geht es also nicht nur um einen sogenannten möglichen "Grexit", sondern letztlich um einen geistigen "EURexit"?

Michael Köhler hat mit dem Hannoveraner Sozialphilosophen Oskar Negt darüber gesprochen. Negt, Jahrgang 1934, hat bei Theodor W. Adorno 1962 promoviert, war zunächst Assistent von Jürgen Habermas und dann über drei Jahrzehnte Professor für Sozialphilosophie in Hannover.

In den Kulturfragen hörten Sie Michael Köhler im Gespräch mit dem Sozialphilosophen Oskar Negt.

Das vollständige Interview können Sie nach Ausstrahlung für sechs Monate in unserer Mediathek nachhören.

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