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GriechenlandVier Afghanen wegen Brandstiftung in Moria angeklagt

Im bereits ausgebrannten Flüchtlingslager Moria stehen Zelte in Flammen. (picture alliance/dpa/Socrates Baltagiannis)
Vor einer Woche verwüstete ein Feuer das Lager in Moria - nun wurden mutmaßliche Brandstifter angeklagt. (picture alliance/dpa/Socrates Baltagiannis)

Nach dem Feuer im griechischen Flüchtlingslager Moria sind vier Afghanen wegen Verdachts auf Brandstiftung angeklagt worden.

Die vier Männer wurden einem Richter auf der Insel Lesbos vorgeführt. Zwei weitere Verdächtige sind noch minderjährig und befinden sich auf dem Festland in Gewahrsam. Sie wurden noch nicht formal einer Straftat beschuldigt.

Das überbelegte Lager auf der Ägäisinsel war durch das Feuer vor einer Woche komplett zerstört worden. In einem neuen Camp sind laut griechischem Migrationsministerium bislang rund 1.200 Migranten angekommen, 11.000 Menschen sind weiter obdachlos.

Gestern hatte Belgien angeboten, bis zu 150 besonders schutzbedürftige Menschen aus Moria aufzunehmen. Die Bundesregierung will rund 1.550 anerkannten Schutzbedürftigen von den Ägäis-Inseln Asyl in Deutschland gewähren.

Diese Nachricht wurde am 17.09.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.