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StartseiteVerbrauchertippGute Bewertung für Elektrogrills 29.04.2020

GrillgeräteGute Bewertung für Elektrogrills

Die Grillsaison hat wieder begonnen. Für all jene, die keinen eigenen Garten haben, könnten Elektrogrills eine Alternative sein, denn sie eignen sich auch für Küche und Balkon. Stiftung Warentest hat einige Modelle untersucht - und geschmacklich musste sich das zubereitete Grillgut nicht verstecken.

Von Dieter Nürnberger

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Ein gebräunter Mann mit grau melierten Haaren grillt auf einem Balkon. (imago / Westend61)
Es muss nicht immer der Holzkohlegrill sein - auch Elektrogrills können eine Alternative sein (imago / Westend61)
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Allein optisch unterscheiden sich Elektrogrillgeräte: Einige sehen aus wie klassische Gas- oder Holzkohlengrills, andere hingegen ähneln eher einem überdimensionierten Waffeleisen. In der Fachsprache wird zwischen Flächengrills und Kontaktgrills unterschieden, sagt Peter Schick von der Stiftung Warentest.

"Die Flächengrills haben oft Gestell und Haube beziehungsweise Deckel. Und sie muten somit ähnlich an wie Kohlegrills oder Gasgrillwagen. Bei den Kontaktgrills befindet sich das Grillgut zwischen zwei heißen Platten, die meist auch ganz umgeklappt werden können - man hat dann auch einen Flächengrill. Gasgrills werden tendenziell noch ein wenig heißer, was aber nicht unbedingt eine Voraussetzung für gute Grillergebnisse ist."

Eine gute Gesamtbewertung 

Denn im Großen und Ganzen waren die Warentester mit dem elektrisch zubereiteten Grillgut zufrieden. Steak, Fisch und Gemüse konnten sich sehen und schmecken lassen. Die Temperaturen auf den Grillflächen wurden meist mit gut bewertet, sie waren auch zu regeln. Im besten Fall war ein Steak nach weniger als zwölf Minuten schmackhaft und verzehrbereit.

Bis auf ein Modell erhielten alle untersuchten elektrischen Grillgeräte eine gute Gesamtbewertung. Allerdings sollten Grillfreunde bei den aufklappbaren Kontaktmodellen nicht per se von einer dann auch doppelten Zubereitungsfläche ausgehen. In der Untersuchung eingesetzte Wärmebilder zeigten, dass die untere Grillplatte meist verlässlich die optimale Hitze bot und auch halten konnte, bei den oberen Platten gab es aber vor allem in den Außenbereichen der Grillflächen Schwierigkeiten.    

"Leider wird man bei einigen Fabrikaten enttäuscht, denn die größere Fläche wird oft nicht heiß genug. Sehr gut hat das beim Tefal GC3060 und beim Clatronic-Modell funktioniert. Bei den anderen hat man durch den Flächengrillmodus zwar mehr Fläche, aber eben nicht doppelt so viel."

Kosten: zwischen 35 und 350 Euro

Kritisiert wurden in Einzelfällen zu kurze Stromkabel oder auch ein fehlender Temperaturregler. Zudem besteht mitunter Verbrennungsgefahr. Warentester Peter Schick:

"Ein Thema sind die berührbaren heißen Flächen. Die Temperaturen sind zum Teil unnötig hoch, was zu Abwertungen in Punkto Sicherheit geführt hat. Bei der Verarbeitung fiel der Unold negativ auf: Seine Grillplatten verbogen sich beim Grillen relativ stark. Zwar war hier die Sicherheit noch nicht beeinträchtigt und das Gerät war voll funktionsfähig, aber das könnte die Nutzer doch irritieren."

Die Elektrogrillgeräte in dieser Untersuchung kosten zwischen 35 und 350 Euro. Natürlich auch eine Sache der Ausstattung und Größe.

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Generell sind die Modelle mit Standfuss und Metallhaube teurer als reine Tischmodelle. Vorn lagen drei Kontaktgrills, also jene Modelle, die sich aufklappen lassen. Die Testsieger:

Tefal GC 3060 für rund 80 Euro und der WMF Lono für etwa 120 Euro. Preis-Leistungssieger ist Silvercrest von Lidl - ein guter Kontaktgrill für nur 35 Euro. Alle drei lassen sich zu Flächengrills aufklappen und somit noch weitere Nutzungsmöglichkeiten eröffnen. Bei den Flächengrills schneidet das Tischgerät von Philips am besten ab, kostet 90 Euro. Und bester Flächengrill im Test mit Gestell und Haube ist ein Modell von George Foremann für ebenfalls 90 Euro.

Übrigens prüfte die Stiftung Warentest diesmal auch, ob sich die Elektrogrillgeräte reparieren lassen. Bei sieben Modellen klappte das gut, beim Rest immerhin noch befriedigend. Hintergrund: Die EU schreibt dies künftig bei Haushaltsgeräten mehr und mehr vor. Es geht um Ressourcenschutz und deutlicher weniger Elektroschrott

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