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GroßbritannienEU-Parlament stimmt für Notfallplan für Erasmus-Teilnehmer

Eine Studentin hält an der SRH Hochschule Berlin ein Buch über das Erasmus-Programm und Informationsbroschüren über Auslandspraktika in den Händen (dpa / Jens Kalaene)
Im Falle eines harten Brexits: Notfall-Plan für alle, die am Erasmus-Programm teilnehmen. (dpa / Jens Kalaene)

Das EU-Parlament hat einem Notfallplan zur Fortführung des europäischen Austauschprogramms Erasmus im Falle eines Brexit ohne Abkommen zugestimmt.

Die Abgeordneten stimmten in Straßburg fast einstimmig für einen entsprechenden Gesetzesentwurf. Danach sollen Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die sich in Großbritannien aufhalten, sowie Briten und Britinnen ihren Auslandsaufenthalt auch bei einem ungeordneten Brexit wie geplant beenden können. Der Notfallplan sieht Garantien vor, damit die Betroffenen ihre Aufenthaltstitel im Ausland nicht verlieren und weiterhin von eventuellen Studiengebühren befreit bleiben. Die EU-Kommission hatte den Notfallplan in einem Eilverfahren auf den Weg gebracht. Eine Einigung des Parlaments mit den Mitgliedstaaten soll innerhalb der nächsten Tage erzielt werden.

Am 29. März, dem vorgesehenen Austrittsdatum Großbritanniens aus der EU, werden sich nach Angaben der EU-Kommission rund 14.000 Studenten und Studentinnen, Praktikanten und Auszubildende - darunter 4.000 Deutsche - im Rahmen des Erasmus-Programms in Großbritannien aufhalten. Hinzu kommen rund 7.000 junge Briten und Britinnen verteilt auf die anderen Teilnehmerländer. Neben den EU-Ländern sind das Norwegen, Island, Liechtenstein, Nordmazedonien und die Türkei.