Mittwoch, 14.04.2021
 
Seit 01:10 Uhr Hintergrund
StartseiteSternzeitCraig Tooley und sein Krater auf dem Mond29.03.2021

Große Ehrung für NASA-UrgesteinCraig Tooley und sein Krater auf dem Mond

Seit zwölf Jahren umkreist die NASA-Sonde Lunar Reconnaissance Orbiter den Mond und macht hochauflösende Bilder von dessen Oberfläche. Anfangs war Craig Tooley der Projektleiter. 34 Jahre lang hat er für die NASA gearbeitet und hat dabei an zahlreichen Missionen mitgewirkt.

Von Dirk Lorenzen

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Benannt nach einem großen "Mondmenschen": der Krater Tooley nahe dem Mondsüdpol (LRO / NASA)
Benannt nach einem großen "Mondmenschen": der Krater Tooley nahe dem Mondsüdpol (LRO / NASA)

Dabei ging es um den Mond ebenso wie um die Erforschung der Sonne, um Instrumente für das Hubble-Weltraumteleskop, um ein Satellitenquartett, das das Erdmagnetfeld untersucht und vieles mehr. Immer war Craig Tooley als Programm-Manager dabei. Personen wie er stehen nicht so sehr im Rampenlicht wie die Chefwissenschaftler, aber ohne sie käme keine Weltraummission zustande.

Craig Tooley (1961-2017) vor Mond und Erde (NASA/GSFC)Craig Tooley (1961-2017) vor Mond und Erde (NASA/GSFC)

Im Jahr 2017 ist Craig Tooley im Alter von 56 Jahren gestorben. Sein "Mond-Team" hat daraufhin bei der Internationalen Astronomischen Union beantragt, ihm einen Krater zu widmen. Tatsächlich heißt nun ein sieben Kilometer großer Krater Tooley. Die NASA vermeldet stolz, ihr verstorbener Mitarbeiter sei jetzt wie Einstein, Galilei und Copernicus Namenspatron eines Mondkraters.

Die großen sind längst alle benannt, aber es gibt noch viele kleine Krater ohne Bezeichnung. Der von Craig Tooley liegt in einem Bereich nahe dem Mondsüdpol, der niemals direkt von der Sonne beschienen wird und immer im Dunkeln liegt. Trotzdem gibt es Fotos, die den Krater Tooley im matten Schein des von nahen Bergen reflektierten Sonnenlichts zeigen, aufgenommen von der empfindlichen Kamera des Lunar Reconnaissance Orbiter. Der verdankt seine Mission auch dem Team von Craig Tooley.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk