Tarifstreit öffentlicher DienstGroße Kundgebung in Düsseldorf

Der Verdi-Bundesvorsitzende Werneke hat die Beschäftigten an den Unikliniken gegen die Kritik verteidigt, dass sie mitten in der Corona-Pandemie mit Warnstreiks die Gesundheit der Patienten aufs Spiel setzten.

25.11.2021

Menschen nehmen an einer Demonstration vor dem Düsseldorfer Landtag teil.
Demonstration von Beschäftigten des öffentlichen Dienstes vor dem Düsseldorfer Landtag. (dpa/)
Das Wohl der Patientinnen und Patienten habe immer oberste Priorität, sagte er bei der zentralen Kundgebung vor dem Landtag in Düsseldorf. Wenn alle, die sich an den Warnstreikaktionen beteiligen wollten, in den vergangenen Wochen auf die Straße gegangen wären, wären die Kliniken leer gewesen, betonte der Verdi-Chef. Man lasse es nicht zu, dass die Arbeitgeber, die in zwei gescheiterten Tarifverhandlungsrunden noch kein Angebot vorgelegt hätten, die Pandemie als Argument missbrauchten. Einen Corona-Notabschluss werde man nicht akzeptieren, erklärte Werneke.
Verdi fordert für alle Beschäftigte fünf Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro. Im Gesundheitswesen sollen die Löhne und Gehälter um 300 Euro pro Monat angehoben werden. Die nächste Verhandlungsrunde findet am Wochenende in Potsdam statt.
Diese Nachricht wurde am 25.11.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.