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"Guardian"-BerichtFußball-WM 2022: 6.500 tote Gastarbeiter in Katar in den vergangenen zehn Jahren

Arbeiter auf einer Baustelle in Doha/Katar am 10.01.2017 (imago stock&people)
Arbeiter auf einer Baustelle in Doha/Katar (imago stock&people)

In Katar, dem Gastgeberland der Fußball-Weltmeisterschaft 2022, sind in den vergangenen zehn Jahren nach Recherchen des britischen "Guardian" mehr als 6.500 Arbeiter aus fünf asiatischen Ländern um Leben gekommen.

Dabei handele es sich um Arbeiter aus Indien, Pakistan, Nepal, Bangladesch und Sri Lanka, meldete das Blatt. Die Zahlen seien aus Regierungsquellen zusammengetragen worden. Die tatsächliche Zahl der in diesem Zeitraum gestorbenen Migranten sei deutlich höher, da auch aus anderen Ländern Arbeiter in das Emirat kämen, hieß es weiter.

Katars Regierungspressestelle erklärte auf Anfrage, in dem Emirat lebten mehr als 1,4 Millionen Menschen aus den genannten Ländern. Zu ihnen gehörten Studenten, Ältere und Arbeiter in verschiedenen Industriebereichen. Weitere Millionen hätten in den vergangenen zehn Jahren in Katar gelebt und seien in die Heimat zurückgekehrt. Von diesen Millionen Menschen sei ein kleiner Prozentsatz verschieden, heißt es weiter. Die Sterberate liege in einem Bereich, der für diese Größe und diese demografische Zusammensetzung zu erwarten sei.

Die Fußball-WM 2022 war 2010 an das reiche Emirat vergeben worden. Das Land steht international immer wieder wegen der Ausbeutung von Gastarbeitern in der Kritik.

Diese Nachricht wurde am 23.02.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.