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GuatemalaDemonstranten setzen Parlament in Brand

Bei Protesten gegen Haushaltskürzungen in Guatemala haben Protestierende die Tür des Kongresses angezündet. Die Tür steht in Flammen, davor stehen Menschen. (AFP)
Bei Protesten gegen Haushaltskürzungen in Guatemala haben Protestierende die Tür des Kongresses angezündet (AFP)

In Guatemala sind Demonstranten bei Protesten gegen Haushaltskürzungen in das Parlament eingedrungen und haben dort Feuer gelegt.

Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Das Rote Kreuz behandelte mehrere Menschen mit Rauchvergiftungen. Fast 50 Personen wurden in Krankenhäuser gebracht. 20 Regierungsgegner wurden bei den Ausschreitungen festgenommen. Präsident Giammattei verurteilte den Angriff auf das Parlament. Die Bürger hätten das Recht zu demonstrieren. Vandalismus werde man aber nicht zulassen.

Die Proteste in dem zentralamerikanischen Land richten sich gegen den neuen Staatshaushalts. Er sieht Kürzungen bei Bildung und Gesundheit vor. Regierungsgegner kritisieren, dass ein Großteil des Etats Privatunternehmen zugute komme. In Guatemala lebt mehr als die Hälfte der 17 Millionen Einwohner in Armut.

Diese Nachricht wurde am 22.11.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.