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Günter Wallraff"Ich frequentiere weder Facebook noch Twitter"

Der Autor Günter Wallraff in seiner Wohnung in Köln, aufgenommen 2017 (imago/epd)
Der Autor Günter Wallraff in seiner Wohnung in Köln, aufgenommen 2017 (imago/epd)

Der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff verweigert sich den sozialen Medien.

Niemand müsse sich "diese sozialen oder unsozialen Medien antun", sagte Wallraff auf der Frankfurter Buchmesse. "Ich frequentiere weder Facebook noch Twitter. Wenn ich das jeden Tag tun würde - Mensch, da würd' ich depressiv!" Wallraff sprach sich dafür aus, rechter Hetze mit mehr Gelassenheit zu begegnen. Vor der AfD habe es die Republikaner und die NPD gegeben. "Das alles hat eine Demokratie überwunden", so Wallraff. Er sei zwar Berufsskeptiker, aber auch Zweckoptimist: "Wir werden die Hetze aus diesen Kreisen überwinden."

Viele Schriftsteller und Journalisten haben den Eindruck, dass Hassbotschaften und Einschüchterungsversuche zunehmen, wie eine Umfrage von PEN Deutschland und der Universität Rostock ergab. Wallraff findet das "ein bisschen wehleidig". In anderen Ländern riskierten Journalisten ihr Leben. Wer Hassbotschaften erhalte, dem rate er: "Lass das nicht an dich ran."