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StartseiteSternzeitDas Universum des Donald Trump19.01.2019

HalbzeitbilanzDas Universum des Donald Trump

Morgen ist die neue US-Regierung zwei Jahre lang im Amt. In der Weltraumpolitik hat Präsident Donald Trump einige Akzente gesetzt, aber keinen fundamentalen Wandel vollzogen. Sein Plan, eine Weltraumtruppe aufzubauen, sorgt für Kontroversen bei Raumfahrern und Militärs.

Von Dirk Lorenzen

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Die größte bisher von Menschen gebaute Struktur im All, aber noch lange keine Dyson-Sphäre: Die ISS. (NASA)
Donald Trumps Idee, die Internationale Raumstation nach 2024 zu privatisieren, dürfte sich kaum realisieren lassen (NASA)

Als erstes hat er den Nationalen Weltraumrat wieder eingerichtet. Dieses Gremium aus Politikern und Raumfahrtexperten unter Vorsitz des Vizepräsidenten Mike Pence soll die Strategie im All vorgeben, wie einst zu Apollo-Zeiten.

In seiner ersten "Direktive zur Weltraumpolitik" hat Donald Trump der NASA aufgetragen, zum Mond zurückzukehren – und, anders als bei den Apollo-Missionen vor fünfzig Jahren, nun die Erkundung des Mondes dauerhaft anzulegen.

Für viele Kontroversen bei Raumfahrern und Militärs sorgt die Weltraumtruppe, die der Präsident aufbauen will. Bisher betreut die Luftwaffe die Aufklärungssatelliten und andere Weltraumprojekte. Wie genau eine Weltraumtruppe aussehen und was sie in der Umlaufbahn tun soll, ist dagegen völlig unklar.

Der Glücksgriff des Präsidenten

Setzt sich vehement für internationale Zusammenarbeit im Weltraum ein: NASA-Boss Jim Bridenstine. (NASA/Bill Ingalls) (NASA/Bill Ingalls)

Erst nach mehr als einem Jahr im Amt hat Donald Trump einen neuen Chef der nationalen Luft- und Weltraumbehörde NASA berufen. Sein Kandidat Jim Bridenstine, bis dahin Abgeordneter aus Oklahoma und kaum mit Weltraumthemen aufgefallen, war zunächst wegen einiger Äußerungen zum Klimawandel sehr umstritten.

Doch Jim Bridenstine hat sich verblüffend schnell eingearbeitet, ist präsent und tritt vehement für internationale Zusammenarbeit ein – ausdrücklich auch mit China, was der US-Kongress seit Jahren verbietet. In der Raumfahrtszene gilt der neue NASA-Chef als großer Glücksgriff des Präsidenten.

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