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Halle (Saale)Seehofer spricht von "antisemitischem Angriff"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, M) nimmt mit Gesa Ederberg (l), Rabbinerin der Neuen Synagoge Berlin, und Avitall Gerstetter (vorne rechts), jüdische Kantorin, an der Neuen Synagoge Berlin an einer Solidaritätskundgebung anlässlich des Angriffs in Halle (Saale) teil. (Christoph Soeder/dpa)
Bundeskanzlerin Merkel bei Solidaritätskundgebung an der Neuen Synagoge Berlin (Christoph Soeder/dpa)

Nach dem Terrorangriff in Halle an der Saale mit zwei Toten geht Bundesinnenminister Seehofer von einem antisemitischen Motiv aus.

Nach Einschätzung der Bundesanwaltschaft gebe es dafür ausreichend Anhaltspunkte, erklärte Seehofer am Abend in Berlin. Die Polizei nahm den Tatverdächtigen fest. Es soll sich nach Medienberichten um einen 27-jährigen Deutschen handeln. Bei dem Angriff waren ein Mann und eine Frau erschossen und zwei weitere Menschen schwer verletzt worden. Der Täter hatte zuvor vergeblich versucht, in die Synagoge der örtlichen Jüdischen Gemeinde einzudringen, die das ursprüngliche Ziel des Angriffs war. Der Angreifer hatte seine Tat mit einer Helmkamera aufgezeichnet und ins Internet gestellt. - Die Polizei hat inzwischen erklärt, die Bedrohungslage für die Bevölkerung in Halle sei nicht mehr akut. Auch die Sperrung des Hauptbahnhofs wurde aufgehoben. Bundeskanzlerin Merkel nahm an einer Solidaritätsveranstaltung an der Synagoge in der Oranienburger Straße in Berlin teil. Sie bekundete den Angehörigen der Opfer und den Verletzten ihr "tiefstes Beileid". Als Reaktion auf die Tat wurden inzwischen vor mehreren deutschen Synagogen die Sicherheitskräfte verstärkt.