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HamburgTschentscher erwägt Wiederaufbau der von den Nazis zerstörten Synagoge

Eine Lichtinstallation vom November 2018 erinnert an die von den Nazis zerstörte Synagoge am früheren Bornplatz in Hamburg  (dpa)
Eine Projektion der von den Nazis zerstörten Synagoge am früheren Bornplatz in Hamburg (dpa)

Hamburgs Erster Bürgermeister Tschentscher setzt sich für einen Wiederaufbau der von den Nazis zerstörten Synagoge in der Hansestadt ein.

Der SPD-Politiker sagte dem "Spiegel", das wäre "ein starkes Zeichen für das jüdische Leben in Hamburg". Zunächst solle es eine Machbarkeitsstudie zur Gestaltung der Synagoge und ihrer Nutzung als künftiges jüdisches Zentrum geben. Dafür stellte Tschentscher auch finanzielle Unterstützung in Aussicht.

Das im neoromanischen Stil errichtete Gotteshaus im Stadtteil Rotherbaum galt als Wahrzeichen des einst reichen jüdischen Lebens in Hamburg und war die größte Synagoge Norddeutschlands mit Platz für 1.200 Menschen. Im Zuge der Pogrome des 9. November 1938 wurde es von NS-Schergen verwüstet und schwer beschädigt. 1939 ließ die Stadt die Synagoge abreißen, die Kosten musste die Gemeinde tragen und das Grundstück unter Wert verkaufen. Heute erinnert ein Boden-Mosaik, das die Umrisse des früheren Baus zeigt, an das einstige Gotteshaus.