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"Hannibal"-RechercheUniter-Netzwerk erwägt Umzug in die Schweiz

Blick auf auf die Fassade des Verlags "Neue Zürcher Zeitung", an der Falkenstrasse in Zürich. Aufnahme von 2003. (dpa / Keystone / Eddy Risch)
Die "Neue Züricher Zeitung" nahm mit Uniter-Vertretern Kontakt auf. (dpa / Keystone / Eddy Risch)

Das durch eine "taz"-Recherche bekannt gewordene Netzwerk Uniter überlegt, den Sitz des Vereins von Stuttgart in die Schweiz zu verlegen.

In der Schweiz gehe man unaufgeregter und nüchterner mit diesen politischen Lagerdiskussionen um als in Deutschland, sagte der stellvertretende Uniter-Vorsitzende Volker M. der "Neuen Zürcher Zeitung". Man wolle nach außen ein Zeichen setzen, dass man neutral und unpolitisch sei und dass man sich "vom Wesen her mit den Vereinten Nationen verbunden" fühle.

Uniter spielt auch eine Rolle in der "taz"-Recherche mit dem Titel "Hannibals Schattenarmee". Darin geht es um ein mutmaßliches rechtes Untergrund-Netzwerk in der Bundeswehr. Dort soll in Chats auch über Umsturzpläne diskutiert worden sein. "Hannibal" ist der Chatname des Bundeswehrsoldaten André S. Er soll der Drahtzieher sein und hat davon abgesehen das Uniter-Netzwerk mitbegründet. Uniter-Mitglieder sind unter anderem Soldaten, Polizisten und Personenschützer. Als Mission gibt Uniter an, in "einer weltweiten Gemeinschaft Sicherheit und Stabilität auf der Grundlage von Freiheit, Demokratie, Rechtstaatlichkeit und den Menschenrechten" fördern zu wollen.