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Hartz-IVDGB und Sozialverbände kritisieren zu geringe Erhöhung

Sitzung des Bundeskabinetts - Archivfoto (dpa/Tobias Schwarz)
Sitzung des Bundeskabinetts - Archivfoto (dpa/Tobias Schwarz)

Der Deutsche Gewerkschaftsbund und der Sozialverband VdK haben die beschlossene Erhöhung der Hartz-IV-Sätze um drei Euro als völlig unzureichend kritisiert.

Die Anhebung liege deutlich unterhalb der Preisentwicklung, sagte DGB-Vorstandsmitglied Piel den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Faktisch handele es sich um eine Kürzung der Regelsätze, denn bei der Berechnung sei das Preisniveau der zweiten Jahreshälfte 2020 mit einbezogen worden, das wegen der abgesenkten Mehrwertsteuer außergewöhnlich niedrig gewesen sei. Ähnliche Kritik äußerte VdK-Präsidentin Bentele. Es sei eine Unverschämtheit, dass die Regierung erneut bei jenen kürze, die sich am wenigsten wehren könnten, sagte sie. Wegen der steigenden Inflation müssten die Menschen ohnehin schon für Grundnahrungsmittel und Hygieneartikel tiefer in die Tasche greifen.

Das Bundeskabinett hatte heute beschlossen, die Regelsätze für mehr als fünf Millionen Erwachsene und Kinder zum Jahresanfang zu erhöhen. So erhalten alleinstehende Bezieher der Arbeitslosengrundsicherung monatlich 449 Euro und damit drei Euro mehr als bisher. Auch die Beträge für volljährige Partner sowie Kinder werden jeweils um zwei bis drei Euro angehoben.

Diese Nachricht wurde am 15.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.