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Hartz-IVKritik an zu geringer Erhöhung

Ein Demonstrant hält ein Schild mit der Aufschrift "Für mehr hat Hartz-IV nicht gereicht" und einen halben Fahrradhelm in der Hand. Vor dem Deutschen Bundestag demonstrieren Personen der Aktion «Keine halben Sachen: Corona-Hilfen für die Ärmsten» für mehr (dpa / Kira Hofmann)
Ein Demonstrant hält ein Schild mit der Aufschrift "Für mehr hat Hartz-IV nicht gereicht" und einen halben Fahrradhelm in der Hand. (dpa / Kira Hofmann)

Die vom Bundeskabinett beschlossene Erhöhung der Hartz-Vier-Sätze um drei Euro ist von mehreren Parteien und Verbänden als völlig unzureichend kritisiert worden.

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Göring-Eckardt, nannte die Beschlüsse unverantwortlich, kalt und bitter. Besonders in und nach Krisenzeiten müsse der Staat die Existenzgrundlage und die Würde der Bürgerinnen und Bürger sichern. Die stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion, Ferschl, betonte, die Erhöhung sei kaum mehr als ein Almosen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund sprach von einer faktischen Kürzung der Hartz-IV-Regelsätze, die völlig inakzeptabel sei.

Das Bundeskabinett hatte heute beschlossen, die Regelsätze für mehr als fünf Millionen Erwachsene und Kinder zum Jahresanfang zu erhöhen. So erhalten alleinstehende Bezieher der Arbeitslosengrundsicherung monatlich 449 Euro und damit drei Euro mehr als bisher. Auch die Beträge für volljährige Partner sowie Kinder werden jeweils um zwei bis drei Euro angehoben.

Diese Nachricht wurde am 15.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.