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Hartz IVKritik von DGB und VdK an geplanten neuen Regelsätzen

Sitzung des Bundeskabinetts - Archivfoto (dpa/Tobias Schwarz)
Sitzung des Bundeskabinetts - Archivfoto (dpa/Tobias Schwarz)

Der Deutsche Gewerkschaftsbund und der Sozialverband VdK kritisieren die neuen Hartz-Vier-Regelsätze, die das Bundeskabinett heute beschließen will.

DGB-Vorstandsmitglied Piel sagte den Funke-Medien, die geplante Erhöhung um nur drei Euro liege deutlich unterhalb der Preisentwicklung. Die Bundesregierung unterstelle bei der Anpassung eine Teuerungsrate von 0,1 Prozent. Das liege Lichtjahre entfernt von der Realität der derzeitigen Inflationsrate von fast vier Prozent.

VdK-Präsidentin Bentele monierte, die Bundesregierung nehme die zweite Jahreshälfte 2020, in der die Mehrwertsteuer reduziert gewesen sei, zur Berechnungsgrundlage für die Regelsätze und kürze damit de facto die Leistungen von Grundsicherungsbeziehern. Die vorübergehende Steuersenkung, die als Entlastung gedacht gewesen sei, werde jetzt für die Betroffenen zum großen finanziellen Verlust, betonte Bentele.

Diese Nachricht wurde am 15.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.