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StartseiteVerbrauchertippSchwarze Schafe unter Entrümplern erkennen03.01.2019

HaushaltsauflösungSchwarze Schafe unter Entrümplern erkennen

Wenn ein Angehöriger ins Heim kommt oder stirbt, steht häufig eine Wohnungsentrümpelung an. Hinterbliebene greifen dann oft auf professionelle Anbieter zurück. Die Kosten können je nach Unternehmen jedoch um bis zu 40 Prozent variieren. Daher sollten Kunden vor Auftragsabschluss einiges beachten.

Von Detlev Karg

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Eine Schrankwand steht in einem Wohnzimmer im bayrischen Würzburg  (Karl-Josef Hildenbrand/dpa/picture alliance )
Wenn ein Mensch stirbt, haben Hinterbliebene nicht nur mit Trauer, sondern mit ganz praktischen Dingen zu kämpfen: Was passiert mit Möbeln und Co? (Karl-Josef Hildenbrand/dpa/picture alliance )
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Ein Mensch ist gestorben. Vieles stürmt nun auf denjenigen ein, der sich um letzte Dinge kümmern muss. Was von Erinnerungswert ist, wird man behalten, Brauchbares vielleicht selbst nutzen oder spenden. Aber dann ist da die Schrankwand aus den 70er-Jahren und die alten Matratzen, und vieles andere mehr, das nur für die Mülldeponie taugt. Professionelle Entrümpler wie Uwe Wallner aus Niederkassel bei Köln sind nun gefragt. Mit welchen Kosten aber muss man dann rechnen?

"Bei einer Mehrzimmerwohnung kann man mit ungefähr 500 Euro pro Zimmer rechnen, als Durchschnittssatz. Oft ergibt die Besichtigung aber ein ganz anderes Bild. Deswegen dränge ich auch immer auf Besichtigungen, um dann daraufhin ein verbindliches Festpreisangebot machen zu können."

Die Kosten variieren

Die Kosten variieren. Sie setzen sich zusammen aus den Deponiekosten, die natürlich von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich sind, und dem Preis des Entrümpelungsunternehmens. Wie aber lässt sich ein angemessener Preis finden, ohne dass man befürchten muss, zu viel zu bezahlen? Uwe Wallner:

"Es gibt Billigheimer, die machen dann kleinere Aufträge, die sie allein oder zusammen mit Freunden erledigen. Die können durchaus 40 Prozent unter dem Preis eines normal agierenden Unternehmens liegen."

Normal heißt aber: Das Unternehmen und seine Mitarbeiter sind beispielsweise haftpflichtversichert. Es gibt aber auch andere Gründe für Preisunterschiede: Überlässt man einfach alles dem Entrümpler, sodass er gegebenenfalls auch Wertgegenstände veräußern kann? Das ist möglich. Entrümpler bestehen dann auf entsprechenden Verträgen, nach denen sie alles verwerten dürfen.

Deutlich wird: Bis man das richtige Angebot gefunden hat, vergeht so unter Umständen viel Zeit in einer emotional be1astenden Phase.

Suchportale nutzen

Die Auswahl lässt sich jedoch verkürzen, etwa über Suchportale wie etwa das Vergleichsportal check24, das seit jüngster Zeit auch geprüfte Dienstleistungen vermittelt, wie dessen Sprecher Edgar Kirk erklärt:

"Jeder, der schon einmal versucht hat, einen Dienstleister im Internet zu finden, wird festgestellt haben, das ist nicht einfach. Man muss zig Webseiten absurfen, immer wieder Daten eingeben, manchmal Profis direkt per Telefon erreichen, manchmal nur per E-Mail, das ist alles sehr kompliziert - und wir tun alles dafür, ein Problem für den Kunden zufriedenstellend zu lösen."

Hilfesuchenden in Sachen Wohnungsentrümpelung spart ein solches Angebot viel Zeit. Zudem werden hier nur Dienstleister aufgenommen, die bestimmte Voraussetzungen wie etwa einen Gewerbeschein und nötige Versicherungen nachweisen können.
Übrigens verlangen Wohnungsauflöser in der Regel Barzahlung oder EC-Kartenzahlung vor Ort. Unter dem Strich bleiben also zahlreiche Punkte, die es zu beachten gilt. Letztlich aber bleibt eines entscheidend, sagt Uwe Wallner:

"Viel wichtiger, glaube ich, ist der Eindruck im persönlichen Gespräch und während der Besichtigung."

Achten sollten Betroffene auch auf eine gut gepflegte Webseite mit ordentlichen Kontaktinformationen und Firmenanschrift.

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