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StartseiteVerbrauchertippKleidung schützt am besten vor Sonne19.07.2018

Hautvorsorge im SommerKleidung schützt am besten vor Sonne

Kleidung ist der optimale Schutz vor Sonnenbrand. Dunkle Stoffe wehren die Strahlen am besten ab. Bei Creme sollten Sonnenanbeter mit hellem Hauttyp am besten Faktor 50 wählen, um Verbrennungen zu vermeiden. Für Kinder gilt besondere Vorsicht.

Von Hilde Braun

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Touristen erholen sich am Strand an der Westküste Sardiniens  (dpa/Roland Holschneider)
In der Mittagshitze sollte man sich im Schatten aufhalten (dpa/Roland Holschneider)
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Sonnenschutzmittel Auch günstige schützen sehr gut

Kleidung ist der beste Schutz gegen Sonnenbrand, erklärt Manuela Lummer, Dermatologin aus Bergisch Gladbach. Sie sollte dicht gewebt sein, dann schützt sie optimal, ebenso wie ein Sonnenhut. Dabei macht die Farbe der Kleidungsstücke ebenfalls einen Unterschied.

"Da sind dunkle Farben doch geeigneter als ein helles T-Shirt, um uns vor der Sonne zu schützen und dann gibt es ja noch den großen Irrglauben, dass man mit einem weißen T-Shirt im Wasser sonnengeschützt ist, das ist nicht so, weil es dann nur ein Lichtschutzfaktor 2 ist."

Bei Mittagshitze Schatten suchen

Das Gleiche gilt übrigens auch für Sonnenschirme - ein heller Sonnenschirm lässt eben mehr Strahlung durch, als wenn man einen dunklen hat. Um die Augen zu schützen, darf außerdem eine Sonnenschutzbrille mit UV Schutz nicht fehlen. Wenn möglich sollte die Sonne aber tatsächlich soweit es geht gemieden werden. Vor allem in der Mittagszeit sollte man sich am besten drinnen oder eben nur im Schatten aufhalten erklärt Kerstin Etzenbach Effers, bei der Verbraucherzentrale NRW für den Bereich Umwelt- und Gesundheitsschutz zuständig:

"Dieser Spruch: "Between eleven and three, stay under a tree" ist hier wichtig. Als letztes Mittel ist dann eben die Sonnencreme an der Reihe."

Und die sollte mit Bedacht gewählt werden. Der Lichtschutzfaktor sollte möglichst hoch sein. In der Regel mindestens Faktor 50, denn als Mitteleuropäer haben die meisten Menschen hierzulande Hauttyp 2, eine relative helle Haut. Egal wie hoch der Schutzfaktor ist, hält die Wirkung höchstens 2 Stunden an – da die Wirkstoffe sich nach 2 Stunden wieder abbauen. Die Sonnencreme muss außerdem richtig aufgetragen werden. Hier gilt : Eincremen bevor man nach draußen geht, denn die Filter brauchen eine halbe Stunde, bis sie sich entfalten. Keine Stelle sollte vergessen werden. Wichtig ist auch sich ausreichend dick einzucremen. Nur dann wirkt der Sonnenschutz, Manuela Lummer:

"Bei jedem Lichtschutz ist es so, dass man sagt – und das ist fast gar nicht zu erreichen - ein Teelöffel Sonnenschutz auf einen Zuckerwürfel – dann können Sie sich ungefähr vorstellen, wieviel man auftragen muss. Das ist jedoch so viel, dass man das fast gar nicht erreichen kann, weil es je nachdem wie reichhaltig diese Creme ist auch nur ganz schlecht einzieht."

Vorsicht gilt bei Nanopartikeln

Faustregel hier: Creme großzügig auftragen und sorgfältig in die Haut einarbeiten. Kinder unter einem Jahr sollten gar nicht in die pralle Sonne. Nach einem Bad im Wasser sollte auf jeden Fall nachgecremt werden, auch wenn die Sonnencreme wasserfest ist. Aber Achtung: das erhöht nicht den Sonnenschutz: Es geht einfach nur darum, dass er aufrechterhalten wird. Der Sonnencreme sollte vor UVA- und UVB Strahlen schützen. Und am besten frei von Duftstoffen sein. Sie können, genauso wie chemische Filter Allergien auslösen. Einige Filter können sogar Störungen im Hormonhaushalt verursachen. Vorsicht gilt bei Nanopartikeln! Zwar sollen sie auf gesunder Haut aufgetragen unbedenklich sein, es gibt aber keine Erfahrungen mit geschädigter Haut. Kerstin Etzenbach-Effers:

"Sonnensprays sind auch in Ordnung, problematisch wird es, wenn man mineralische Lichtschutzpigmente drin hat, also diese Weißpigmente Titandioxid oder Zinkoxid, und wenn die dann auch noch als winzig kleine Nanoteilchen vorliegen. Solche Cremes sollten nicht in Sprayform angewendet werden, weil die Gefahr besteht, dass man diese feinen Nanoteilchen einatmet."

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