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StartseiteKulturfragenHeimat auf den Lippen11.12.2011

Heimat auf den Lippen

Dialekt und Hochsprache in der modernen Welt.

"Mädchen, Mähtschn, Maid und Madl - Hömma, kumma, samma, machma und glaubse getzt" - An Aussprache und Dialekt lässt sich die Herkunft eines Sprechers unmittelbar erkennen: geografisch, häufig aber auch sozial, denn in höheren gesellschaftlichen Schichten war es lange Zeit verpönt, Dialekt zu sprechen.

Karl Hein Göttert im Gespräch mit Michael Köhler

Jeder spricht, wie ihm der Mund gewachsen ist. Also auch Dialekt. (picture alliance / dpa)
Jeder spricht, wie ihm der Mund gewachsen ist. Also auch Dialekt. (picture alliance / dpa)
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Wer Dialekt benutzte, galt als gewöhnlich und ungebildet und, - so die verbreitete Meinung damals -, konnte es einfach nicht besser. Dialekt war das Gegenteil der Hochsprache.

Inzwischen hat sich diese gesellschaftliche Einstellung grundlegend geändert. TV-Serienhelden, "Tatort"-Kommissare, Schauspieler, Kabarettisten und andere nutzen Dialekt als sprachliche Markierung einer regionalen Zugehörigkeit, denn in der globalisierten Welt bietet der Dialekt auch so etwas wie lokale Nestwärme. Seine soziale Komponente hat er weitgehend verloren. Dafür ist er zum kulturgeschichtlichen Archiv des Sprachwissens geworden.

Über Sächsisch und Rheinisch und die Dialekte der Deutschen hat Michael Köhler mit dem Kölner Germanisten Karl Heinz Göttert gesprochen.

Das gesamte Gespräch können Sie in unserem Audio-on-demand-Bereich bis einschließlich 11.06.2012 nachhören.

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