Montag, 15. August 2022

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Hermann Kellers "Barabbas-Passion"
Bekenntnis zum Leben

Wer ist Barabbas? Ein Verbrecher und Mörder? Ein anderer Name für Jesus? Ein Volksheld? Hermann Kellers "Barabbas"-Passion von 2015 birgt ein Bekenntnis zu einem nachhaltigen Leben auf dem Planeten. Die Titelgestalt rebelliert gegen Unrecht und Fremdherrschaft.

Von Anna Schürmer | 16.06.2018

    Der Komponist und Pianist Hermann Keller
    Hermann Keller (1945-2018) (Edition Juliane Klein)
    Hermann Keller
    Barabbas-Passion (Ausschnitte)
    Martin Rieck, Sprecher
    Lukas Anton, Bariton
    Studierendenensemble
    Leitung: Felix-Immanuel Achtner
    Mitschnitt vom 19. Mai 2016 in der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" Dresden
    Hermann Kellers Passion basiert auf Heinz Joachim Simons Roman "Barabbas. Der zweite Sohn Gottes" und mischt Religion, Fiktion und Historie. Uraufgeführt wurde sie im Rahmen der 200-Jahrfeier der Musikabteilung der Sächsischen Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek.
    Keller, geboren 1945 in Zeitz, hatte das 40-minütige Opus dem Komponisten Friedrich Schenker gewidmet. Autorin Anna Schürmer setzt es deshalb auch mit Schenkers "Missa nigra" in Bezug. Vor dem Hintergrund seines Todes am 26. März ist die Werkbetrachtung zugleich ein Nachruf auf Hermann Keller geworden.
    Diese Sendung finden Sie nach der Ausstrahlung sieben Tage lang in unserer Mediathek.