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StartseiteHintergrundHerzen und Köpfe gewinnen09.05.2006

Herzen und Köpfe gewinnen

Informationsstrategien der USA im Irak

2003 - im Jahr der irakischen Invasion - beschränkte sich die Propagandamaschinerie der US-Soldaten auf Handzettel mit der Nachricht, dass sich die irakische Bevölkerung ruhig verhalten und amerikanische Soldaten als Befreier und nicht als Angreifer sehen solle. Heute nutzt das US-Verteidigungsministerium die gezielte Nachrichtenverbreitung und Informationssteuerung verstärkt, um Bürgerinnen und Bürger für die Ideen und Werte der USA zu gewinnen.

Von Dorothée Berendes

Al-Hurra auf Sendung (AP)
Al-Hurra auf Sendung (AP)
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" Es war schrecklich. Ich hatte regelmäßig mit unserem Reporter telefoniert und eine Woche später sprach ich mit seiner Witwe. Sie hatten ihn zusammen mit seinem fünf Jahre alten Kind umgebracht. Das ist hart. Wissen Sie, wir können eigentlich nur weiterarbeiten und meine Mitarbeiter in Bagdad haben mir erzählt, dass es keine Garantie dafür gibt, dass sie am nächsten Tag noch leben und zur Arbeit kommen können. Die Menschen im Nahen Osten und Journalisten leben gefährlich, ganz besonders im Irak."

Mouafac Harb hat in den letzten Jahren so manche schlaflose Nacht verbracht. Er leitet den Fernsehsender Al-Hurra. Seit Februar 2004 wird ein 24-Stunden-Programm für den Nahen Osten ausgestrahlt. Vor wenigen Wochen wurde einer seiner Mitarbeiter Opfer eines Bombenanschlags in Bagdad.

Al-Hurra, das Regionalprogramm Al-Hurra Irak und der Radiosender Sawa werden vom US-Kongress mit 40 Millionen Dollar im Jahr finanziert. Seine Zentrale liegt in der Nähe von Washington. Al-Hurra will im Nahen Osten ein Gegengewicht zu den Sendern Al-Dschasira und Al-Arabiya schaffen und quasi mit amerikanischen Nachrichten-Programmen im Stil von CNN, ABC oder NBC Hörer und Zuschauer im Irak, Iran, Syrien oder Libyen für amerikanische Werte und Ideen gewinnen.

Der Medienmarkt im Irak boomt. Es gibt heute fast 300 verschiedene Zeitungen, mehr als 40 Fernsehsender und 90 Radiostationen. Nach der Übernahme der streng reglementierten und zensierten Medien von Saddam Hussein hat es eine Liberalisierung und Öffnung des Systems gegeben. Doch die neue Informationsfreiheit steht auf wackeligen Beinen, wird "genutzt" und schamlos "ausgenutzt". Viele Sender und Zeitungen sind parteiisch, und entweder stehen ihre Herausgeber hinter den Amerikanern oder wenden sich kämpferisch gegen die Bush-Politik und die irakische Regierungskoalition in Bagdad.

Hardlinern der US-Administration ist die Pressefreiheit im Irak ein Dorn im Auge. Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sieht den Kampf gegen den Terrorismus nicht nur am Boden, sondern auch in den neuen Medien in Form eines unkontrollierten Informationskrieges im Nahen Osten:

" Unsere Feinde haben es geschickt verstanden, ihren Krieg in den heutigen Medien auszutragen - aber in den meisten Fällen haben wir das nicht verstanden. Bedenken Sie, dass die gewalttätigen Extremisten Komitees für Medienbeziehungen etabliert haben, die sich treffen und reden, nicht mit Waffen sondern mit Worten. Sie haben bewiesen, dass sie sehr erfolgreich darin sind, weltweit Meinungsführer zu beeinflussen. Sie planen und sorgen für Schlagzeilen, indem sie alle nur erdenklichen Formen der Kommunikation nutzen, um den gemeinschaftlichen Willen freier Menschen zu brechen und zu manipulieren."

2003 - im Jahr der irakischen Invasion - beschränkte sich die Propagandamaschinerie der US-Soldaten auf Handzettel mit der Nachricht, dass sich die irakische Bevölkerung ruhig verhalten und amerikanische Soldaten als Befreier und nicht als Angreifer sehen solle. Daniel Kuehl, Dozent für Militärstrategien an der National Defense University in Washington:

" Während der eigentlichen Invasion im Irak ließen wir Millionen Flugblätter fallen und informierten irakische Truppen, was sie tun sollten, wohin sie gehen sollten und dass wir sie nicht angreifen würden, wenn sie sich zurückhalten. Das war erfolgreich. Wir ließen auch Flugblätter fallen, die der Bevölkerung mitteilten, sie solle ihre Radios auf eine bestimmte Frequenz einstellen, über die unser Militär den Irakern mitteilte, wie sie sich verhalten sollten und dass sie sich von Kampfplätzen fernhalten sollten. Es war ein fliegendes Rundfunkstudio. Die irakische Bevölkerung befolgte diese Anweisungen sehr gewissenhaft, was dazu beitrug, die Todesfälle der Zivilisten niedrig zu halten."

Die Iraker durften bald Satellitenempfänger kaufen und mehr Programme empfangen. Doch die US-Armee sah sich zunehmend im Kampf gegen arabische Sender aus Nachbarländern, deren Programme sich direkt gegen die amerikanische Besatzung wandten. Donald Rumsfeld:

" Vor einigen Jahren konnte einem Iraker unter Saddam Hussein die Zunge herausgeschnitten werden, wenn bei ihm ein Satellitenempfänger gefunden wurde oder er im Internet surfte ohne die Erlaubnis der Regierung. Heute sind Satellitenschüsseln im Irak allgegenwärtig. Bedauerlicherweise sind viele Sender, die man empfangen kann, extrem feindselig dem Westen gegenüber."

Um die Bevölkerung besser mit Nachrichten zu erreichen, übernahm das US Militär den staatlichen irakischen Rundfunk. Eine Abteilung für den Wiederaufbau im Irak, damals angegliedert an das Außenministerium in Washington, gründete das "Irakische Medien-Netzwerk", kurz: IMN. Mit dem IMN hatte die Bush-Administration große Pläne. Es sollte eine irakische BBC werden. Zum IMN gehören AL Iraqiya, ein 24-Stunden-TV Satelliten-Sender und zwei terrestrische Fernsehkanäle, die national erscheinende Zeitung Al-Sabah und verschiedene regionale Radiostationen im Irak. Für das neue Mediensystem wurden 108,2 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt. Das Ziel: Rundfunk auf internationalem, höchsten Standard und eine unabhängige, faire und vielseitige Berichterstattung zu schaffen. Die Firma SAIC - Science Applications International Corporation - hatte bereits im März 2003 den Zuschlag für die Modernisierung und Infrastruktur der Sender-Gruppe bekommen. Oberstleutnant Charles Krohn half 2003 bei der Pressearbeit mit. Seiner Ansicht nach wurden die hohen Erwartungen an das neue irakische Mediensystem schnell enttäuscht:

" Als Saddam gefasst wurde, war das Irakische Mediennetzwerk nicht informiert, und sie strahlten den ganzen Tag ägyptische Seifenopern aus. Die meisten Leute im Irak bekommen ihre Nachrichten von Al-Dschasira, unser Feind, oder unser Widersacher, ohne Unterbrechung, und sie bekommen nicht unsere Nachrichten. Al-Dschasira ist der beliebteste Sender im Irak."

Das Programmschema änderte sich jedoch. In einer Sendereihe des Fernsehsenders Al-Iraqiya beichten und bereuen Terroristen ihre Gräueltaten. In einem dramatischen Beispiel im Juni 2005 berichtete ein junger irakischer Mann, wie er einem Polizisten den Kopf mit einem Dolch abschnitt. Durch die Demütigung eines Täters im Fernsehen verspricht sich die Regierung eine Abschreckungsmethode für die Bevölkerung.

Mit der so genannten "Joint Doctrine for Joint Operations" hatten die US-Streitkräfte bereits 1998 Richtlinien festgelegt, wie man in einem Informationskrieg strategisch vorgehen kann. Das Ziel der Doktrin liegt darin, Informationskriegsmittel, wie z.B. Nachrichtensysteme, vergleichbar wie Waffen einzusetzen, ohne jedoch an herkömmliche politische oder rechtliche Regelungen gebunden zu sein. Gebhard Geiger von der "Stiftung Wissenschaft und Politik" hat sich mit dieser Doktrin der "Offensiven Informationskriegsführung" eingehend beschäftigt:

" Auf der einen Seite werden in einem bisher unvergleichlichen Maße Möglichkeiten, Nachrichten zu verbreiten, gesteigert, auf der anderen Seite werden Möglichkeiten, Nachrichten zu fabrizieren und sie in Umlauf zu setzten von sehr vielen und organisatorischen technischen Möglichkeiten, die man früher hatte, abgekoppelt. Jeder, der in der Lage ist, eine Internetseite zu erstellen, kann Manipulationen praktisch jeden beliebigen Ausmaßes vornehmen bis eine Nachricht gegebenenfalls korrigiert wird, bis sie von Fachleuten begutachtet wird, gegebenenfalls auch richtig gestellt wird, das kann Stunden und Tage dauern, da gibt es einen deutlichen Vorsprung zugunsten des Angreifers."

Genau dieses Potential der gezielten Nachrichtenverbreitung und Informationssteuerung will Rumsfeld nun verstärkt nutzen. Hierzu dient die "Zentrale für Kriegsberichterstattung" in Fort Bragg, im Bundesstaat North Corolina. Von Fort Bragg aus erfolgen wichtige militärische Truppeneinsätze in den Irak. Er ist mit 50.000 Soldaten der größte Militärstützpunkt der USA. Im Mai 2003, kurz nach der Irak-Invasion, wurde in Fort Bragg der so genannte Media Operations Complex oder MOC, eingerichtet. Das MOC ist ein hochmodernes Medienzentrum mit Fernseh- und Hörfunkstudios, Satellitenempfängern, einer Druckerei und digitalen Produktionsmitteln, die für eine schnelle Nachrichten- und Informationsübertragung sorgen. Hier arbeiten 100 Soldaten in zwei Schichten rund um die Uhr. Sie schreiben Nachrichten über Fronteinsätze und bereiten Hörfunk- und Fernsehsendungen vor. Die meisten Reporter sind Berufssoldaten, aber auch Reserveoffiziere werden hier eingesetzt. Wer im MOC arbeitet, durchläuft in der Regel eine Ausbildung als "PSYOP Soldier". PSYOP steht für "Psychological Operations". Soldaten sprechen in der Öffentlichkeit gar nicht oder nur ungern und notgedrungen über psychologische Maßnahmen der US-Armee im Ausland.

"PSYOPS" sind systematische und strategische Maßnahmen, um Bevölkerungsgruppen in einem fremden Land zu beeinflussen. Im Fall Irak und dem Nahen Osten geht es um eine spezielle Form der Propaganda. Es ist das Ziel, Bürger und Bürgerinnen für die Ideen und Werte der USA zu gewinnen. Die Informationssoldaten sprechen in diesem Zusammenhang bewusst von "winning hearts and minds". Es geht also darum, die Herzen und Gemüter eines Volkes für eine Demokratiebewegung zu gewinnen. Daniel Kuehl, Dozent für Militärstrategien an der National Defense University in Washington:

" Der technische Begriff "Psyops" ist eine Handlung vor, während oder nach einem militärischen Schlag. Aber heute versteht das US-Außenministerium darunter eher "Volksdiplomatie" oder "strategische Kommunikation" - mit der Absicht, nicht mit militärischer Waffengewalt einzugreifen, sondern die zivile Bevölkerung oder ein Publikum so zu beeinflussen, dass sie verstehen, warum wir da sind und was unser Ziel ist. Wir haben damit große Schwierigkeiten."

Die Schwierigkeiten der täglichen Arbeit eines PSYOP Soldaten im Irak sind vielfältig. Zunächst gibt es die ständige Angst, selber Opfer eines Terror-Anschlags zu werden, dann stellt sich die Frage, wie Nachrichten gefiltert und an die Öffentlichkeit gebracht werden sollen, und drittens haben Soldaten oft mit sehr ungeschulten irakischen Reportern zu tun, die sie schulen müssen. Major Michael Humphreys wurde mit der Aufgabe betraut, eine Radiostation in der Provinz Diyala aufzubauen:

" Alles ist hier sehr auf Bagdad zentriert. Wissen Sie, die Entscheidungen werden von oberster Stelle in Bagdad gefällt. Es ist sehr schwierig, Entscheidungsträger in der Basis zu finden, die bereit sind Entscheidungen zu fällen. Wir haben es hier mit den Auswirkungen von 30 Jahren Tyrannei zu tun. Die Leute sind das nicht gewohnt, Entscheidungen zu treffen."

Psyop Soldaten sind oft überfordert. Kaum haben sie einen Lehrgang in Fort Bragg absolviert und dort z.B. gelernt, wie man mit der Kamera umgeht und etwas Arabisch spricht, werden sie ins kalte Wasser geworfen und in den Irak geschickt. Sie sind oft erst Anfang 20, haben keine oder wenig Medienerfahrung und sollen irakischen Journalisten erzählen, dass sie nun für sich selbst entscheiden können.

Was nach der Irak-Invasion noch Aussicht auf Erfolg hatte - winning hearts and minds - entwickelte sich wenig später zur "tour de force". Misshandlungen in "Abu Graibh" wurden lange vom Militär vertuscht, und Nachrichten über den schlechten Umgang mit Gefangenen wurden im irakischen Mediennetz entweder gar nicht ausgestrahlt oder einseitig und verdreht veröffentlicht.

Das Misstrauen in der irakischen Bevölkerung wuchs und Psyops gerieten zunehmend in Verruf. So sehr Politiker, Generäle und Soldaten auf die "Wahrhaftigkeit" und Aufrichtigkeit ihrer Nachrichten hinweisen, wer sich mit den Hintergründen des Kommunikationsgeschehens befasst, weiß, dass der Handel mit der Kriegsberichterstattung ein blühendes Geschäft ist - und dass eben mit Kriegs- und Krisenkommunikation auch kräftig Geld verdient wird.

Die Lincoln Gruppe, eine Public Relations Firma in Washington, hat seit 2004 Aufträge im Wert von 25 Millionen Dollar vom Pentagon bekommen. Das Unternehmen geht gezielt gegen negative Berichte über die US-Politik im Irak vor. Ihre Mitarbeiter schulen irakische Journalisten nach amerikanischen Vorgaben in einer Medien-Agentur in Bagdad. In den irakischen Medien soll über die Besatzung der Amerikaner und den Demokratisierungsprozess positiv berichtet werden. Lincoln zahlte Redakteuren zwischen 40 und 2000 Dollar im Monat, damit sie die Sichtweisen des US-Militärs übernehmen. Über 1000 Artikel wurden in den letzten zwei Jahren in irakischen und arabischen Blättern veröffentlicht - ohne die Urheberschaft der US-Armee zu erwähnen.

Kritiker beklagen die Einseitigkeit der Berichte. Major Michael Humphreys sitzt in der Region Diyala, wo er regionale Fernseh- und Hörfunksender für das Irakische Mediennetzwerk IMN aufbaut. Er ist der Ansicht, dass es absolut notwendig ist, positive Meldungen in den lokalen Medien zu veröffentlichen und zwar als Gegengewicht zu antiamerikanischen Bewegungen:

" Die Wahrheit ist, da draußen gibt es schlechte Nachrichten. Wir haben eine Mission zu erfüllen und unsere Geschichte zu erzählen, unsere Seite darzulegen und über die guten Dinge zu berichten, die wir hier tun, dass wir eine professionelle Kampfhandlung ausführen, dass wir in einem Land wie dem Irak für Frieden sorgen können. Ich denke, es ist wirklich schade, dass einige Leute nur die negative Seite sehen."

Amerikanische Soldaten, die das Mediensystem im Irak aufbauen, haben mit zwei völlig gegensätzlichen Entwicklungen zu kämpfen: Auf der einen Seite sollen nationale und internationale TV- und Radio-Sender frei zugänglich sein und eine Medienvielfalt gewährleistet werden, auf der anderen Seite wird aber eben dieses System von Terror-Organisationen wie Hamas, Dschihad oder El Kaida so geschickt als Propagandamittel genutzt, dass quasi an zwei Strängen gezogen wird. Folge: die irakische Bevölkerung wird in ihrer Meinungsbildung hin und her gerissen.

Hinzu kommen tägliche Morddrohungen. In den letzten drei Jahren sind allein im Irak 124 Journalisten und Mitarbeiter internationaler Medien getötet, entführt oder misshandelt worden. Im März 2006 wurde der Fernsehdirektor von Al-Irakya und sein Fahrer auf dem Weg ins Studio erschossen. In einem Bekennerschreiben des irakischen Arms der Terror-Gruppe El Kaida hieß es, Al-Iraqiya sei das Sprachrohr der irakischen und amerikanischen Regierung, und der Sender würde Lügen über den Dschihad und die Mudschaheddin verbreiten.

Die Meinungen über eine strategische Beeinflussung der Medien im Irak gehen stark auseinander. In den letzten zwei Jahren hat die amerikanische Regierung 250 Millionen Dollar für den Aufbau des Mediensystems im Irak investiert. Aber wie erfolgreich sind "Psyops" - also eine psychologische Einflussnahme auf die Bevölkerung - eigentlich? Nancy Snow, Professorin für Massenkommunikation und Psyops-Expertin an der Universität in Kalifornien:

" Ich denke, die USA haben ein Vertrauensproblem, wenn Journalisten bestochen werden, um bessere Schlagzeilen zu liefern. Warum nicht die Wahrheit sprechen lassen? Es wird auch bessere Ereignisse geben, aber Berichten muss eine freie Hand gegeben werden."

Währenddessen beschäftigt sich das Pentagon lieber mit der Kontrolle von Informationssystemen als mit seiner Freiheit. Im Frühjahr 2006 wurde ein besonders brisantes geheimes Dokument mit dem Titel "Information Operation Roadmap" bekannt, das bereits im Oktober 2003 verfasst und von Donald Rumsfeld unterzeichnet wurde. Es ist sozusagen eine Gebrauchsanweisung für die globale, strategische Informationsführung der Vereinigten Staaten. Es geht hier nicht nur um die Kontrolle von Nachrichten, sondern auch um die Beherrschung und gegebenenfalls Zerstörung feindseliger Computernetze und Websites. Das Internet wird in der Doktrin - klar formuliert - mit einem feindseligen System verglichen. Es geht nicht um die Meinungsfreiheit und Informationsvielfalt im Netz, sondern darum, wie sie beschnitten und kontrolliert werden können. Im Schlusswort gibt es seine klare Empfehlung: Das gesamte elektromagnetische Spektrum soll beherrscht werden. Nancy Snow:

" Rumsfeld selbst sagte, "Information ist eine Kriegswaffe". Die Leute vom Militär wollen die Verbreitungsmechanismen falscher Informationen beherrschen. Sie sind daran interessiert, verfügbare Technologien und Kommunikationsmittel zu nutzen und Informationen zu konzentrieren, so dass ihre Ziele global besser zu erreichen sind. Das US-Militär ist nicht an der Demokratisierung von Informationen interessiert. Sie wollen Informationen kontrollieren, und das macht die Sache zur Kriegswaffe."

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